Die IHK erneuert ihre Forderung nach einem Ausbau der A42

Was wir bereits wissen
Die IHK Mittleres Ruhrgebiet hat ein aktuelles „verkehrspolitisches Positionspapier“ vorgelegt. Darin fordert sie erneut einen A42-Ausbau.

Herne..  Die IHK Mittleres Ruhrgebiet hat ein aktuelles „verkehrspolitisches Positionspapier“ vorgelegt - und stellt darin auch gerade mit Blick auf Herne ganz konkrete Forderungen auf.

In diesem Zusammenhang erneuert die IHK ihre Forderung nach einem sechsstreifigen Ausbau der A42 zwischen dem Autobahnkreuz Herne und dem Anschluss Bottrop-Süd (die WAZ berichtete). „Die Strecke befindet sich seit Jahren im Schatten der berühmt-berüchtigten A 40 jenseits der Kapazitätsgrenze. Unter den Projektanmeldungen für den Bundesverkehrswegeplan 2015 findet sich der Streckenabschnitt. Wir halten es für unverzichtbar, dass sich die A42 dann auch im beschlossenen Bundesverkehrswegeplan wiederfindet“, so Beeck. Verkehrszählungen hatten bereits im Jahr 2012 offenbart, dass auf dem Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz und Gelsenkirchen-Bismarck täglich bis zu 80 000 Fahrzeuge rollen, ausgelegt ist die zweispurige Strecke für deutlich weniger. Diese Belastung hat das gleiche Niveau wie die A40 erreicht, allerdings ist der Lkw-Anteil auf der A42 höher.

Alte Schleuse erneuern

Darüber hinaus erinnert die IHK daran, dass Brückensperrungen – wie auf der A 1 in Leverkusen – kein „fernes Problem“ sind. Auch Brücken in Herne seien marode, manche auch heute schon für Lkw nur eingeschränkt nutzbar. „Die kommunale sowie die Landespolitik muss sich mit diesen Schwachstellen auseinandersetzen und bei allen finanziellen Sorgen priorisieren. Sperrungen wären ansonsten nur eine Frage der Zeit, der Aufschrei nicht nur in der Wirtschaft riesengroß und der Imageschaden als Standort dauerhaft“, mahnt Beeck.

Für die IHK Mittleres Ruhrgebiet ist eine konsequentere Verzahnung der verschiedenen Verkehrsträger von hoher Wichtigkeit. Dafür müssten allerdings überall die „Hausaufgaben“ gemacht werden. Eine stärkere Verlagerung von Lkw-Verkehren auf das Wasser könne beispielsweise nur gelingen, wenn veraltete Schleusenanlagen - wie in Wanne-Nord - erneuert und die Durchfahrtshöhe vieler Brücken im Kanalnetz ausgeweitet würden. „Ganz abgesehen davon, dass Güterverkehrszentren, in denen Verkehre miteinander vernetzt werden, erreichbar sein müssen – und nicht Beschränkungen für den Lkw-Verkehr die Nutzung dieser Zentren einschränken“, betont Jörn Stratmann, selbst Transport-Unternehmer und Vorsitzender des IHK-Verkehrsausschusses, beispielsweise mit Blick auf die Umweltzone am Wanner Hafen.

Beeck: „Es kommt darauf an, den Bürgern wie den Politikern zu verdeutlichen, wie unverzichtbar Investitionen in die Infrastruktur sind. Wir müssen für die Akzeptanz derartiger Projekte werben, wir müssen den Nutzen verdeutlichen.“