Die Hernerin Ulrike Lange nahm mit Erfolg am „Ruhrdax“ teil

Ulrike Lange an ihrem Stand, den die Familien- und Krankenpflege von der Deutschen Post erhalten hat - durch Vermittlung des Ruhrdax.
Ulrike Lange an ihrem Stand, den die Familien- und Krankenpflege von der Deutschen Post erhalten hat - durch Vermittlung des Ruhrdax.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Veranstaltungsformat „Ruhrdax“ bringt Unternehmen mit gemeinnützigen Organisationen zusammen. Die Hernerin Ulrike Lange nahm mit Erfolg teil.

Herne..  Leicht gehetzt ist sie, es war schließlich ein langer Tag, aber die Arbeit gestaltet sich doch wesentlich leichter als noch vor einigen Monaten. Voller Elan baut Ulrike Lange in Nullkommanichts ihren portablen Infostand samt Kunststoffleinwand auf - für die zierliche Seniorenberaterin der Familien- und Krankenpflege (FuK) eine echte Arbeitserleichterung. Möglich gemacht hat diese Errungenschaft der Ruhrdax, eine Tauschbörse der etwas anderen Art.

Kontaktplattform

„Beim Ruhrdax handelt es sich um eine Kontaktplattform für Wirtschaftsunternehmen auf der einen Seite und gemeinnützigen Organisationen auf der andere Seite“, erklärt Beate Tschöke vom Ehrenamtsbüro in Herne.

Im Fall von Ulrike Lange halfen die Post und die Designerin Louise Fenell-Huber. Denn das Prinzip des Ruhrdax ist so simpel wie effektiv: „Die Post wollte den Infotisch wegwerfen, ich brauchte einen“, erklärt Ulrike Lange. „Dieses Teil war genau das, was ich gesucht habe“, ergänzt die Seniorenberaterin und klopft sanft auf den Tisch.

Jeden Donnerstag baut sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Irena Rudziok-Kowalski am Elpeshof einen Informationsstand auf. Vor Ort stehen die beiden für Fragen zur Verfügung, arbeiten quasi im Außendienst. Wie genau das aussieht, vielmehr früher aussah, zeigt Ulrike Lange auf einem Foto. Auf dem Bild hält sie einen schweren Schirm, ein Standfuß aus Stein gehörte dazu. „Das war immer eine Plackerei“, sagt sie und meint damit den Auf- und Abbau der schweren Teile. Doch diese Zeiten gehören dank der Tauschbörse endgültig die Vergangenheit an.

Eine Hand wäscht die andere, lautet das Prinzip der Kontaktplattform. Vor allem aber gilt hier ein Grundsatz: „Geld ist tabu, es ist ein Geben und Nehmen“, so Beate Tschöke. Gemeinnützige Einrichtungen können sich etwa bei den Firmen revanchieren, indem sie eine Weihnachtsfeier organisieren oder Lesestunden anbieten. „Es geht halt um ein Dankeschön.“

Die neunte Börse findet am 18. März in Bottrop statt (siehe Infokasten). Den Gemeinnützigen und Ehrenamtlern sei geraten, besonders kreativ aufzutreten, um so auf sich aufmerksam zu machen. „Es ist nicht erlaubt, einfach nur einen Infotisch aufzubauen und dann zu warten, ob jemand kommt“, sagt Beate Tschöke. „Manche verkleiden sich, basteln sich Hüte mit Beamern.“ Neugierig werden sollte der Betrieb jedenfalls. Und wie der Fall von Ulrike Lange beweist: „Der eine oder andere hat doch immer etwas zu vergeben.“ Wie eben die Post, die ihr das Rohmaterial zur Verfügung stellte, und die Designerin, die ihr den leicht zu tragenden Infostand und die portable Leinwand aufhübschte. „Jetzt bin ich richtig gut aufgestellt“, freut sich Ulrike Lange.

Dass der Ruhrdax für alle Seiten ein echter Erfolg ist, daran zweifelt hier niemand. Beate Tschöke betont: „Er ist der beste Beweis dafür, dass immer etwas Positives passiert, wenn man mit Menschen in direkten Kontakt kommt.“