Deutsche Annington saniert in Herne rund 200 Wohnungen

Der Häuserblock Holsterhauser Straße 317 bis 321
Der Häuserblock Holsterhauser Straße 317 bis 321
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Deutsche Annington wird in diesem Jahr rund 200 Wohnungen in Herne renovieren. Dafür investiert das Unternehmen rund drei Millionen Euro.

Herne..  Die Deutsche Annington setzt die Sanierungsmaßnahmen in ihrem Herner Bestand fort. Nachdem das Wohnungsbauunternehmen im vergangenen Jahr etwa zwei Millionen Euro investiert hatte, werden es 2015 rund drei Millionen sein.

Mit dieser Summe werden etwa 200 Wohnungen - mit einer Wohnfläche von zirka 11 000 Quadratmetern - an folgenden Standorten modernisiert: Holsterhauser Straße 309 bis 313 sowie 317 bis 321; Gräffstraße 38 und 40; Overweg­straße 21; Walter-Bälz-Straße 2 bis 8, Hiberniastraße 11; Berguisstraße 10 bis 20 sowie 11 bis 23 und Leplershof 12. Die ersten Modernisierungsarbeiten starten in diesen Tagen, die letzten Arbeiten sind voraussichtlich im November abgeschlossen.

Wie bei den Renovierungen im vergangenen Jahr stehen der seniorenfreundliche Umbau und die energetische Modernisierung im Mittelpunkt.

Mieter nicht finanziell überfordern

„Die barrierearmen, seniorenfreundlichen Umbauten umfassen im Wesentlichen Veränderungen im Badezimmer: Rutschfeste Fliesen, ein erhöhtes WC und ein unterfahrbarer Waschtisch können im Alter den Wohnkomfort erleichtern. Aber auch in den anderen Räumen schaffen rutschfeste Bodenbeläge kleine Alltagshilfen“, teilte Annington-Sprecher Philipp Schmitz-Waters auf Anfrage der Redaktion mit. Annington prüfe zudem stets den Einbau einer ebenerdigen Dusche und erneuere bei Bedarf die Elektrik. Steckdosen und Schalter würden dabei in eine für ältere Menschen angenehme Höhe versetzt.

Die energetische Modernisierung wird laut Schmitz-Waters mit einem Wärmedämmverbundsystem an der Fassade umgesetzt. Zusätzlich werden Gebäude mit neuen Geschossdeckendämmungen und mit neuen, energieeinsparenden Fenstern versehen. Darüber hinaus werden teilweise Balkone angebaut, Heizungen und Treppenhäuser modernisiert. Hintergrund der energetischen Sanierung: Mehr als ein Viertel des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland wird allein in Wohngebäuden für die Bereitstellung von Raumwärme aufgewendet.

Mieterhöhungen als Folge der Arbeiten sollen sich in Grenzen halten. Annington berücksichtige die lokale Situation und lege in vielen Fällen bewusst nicht das gesetzliche Maximum von elf Prozent um, um die Mieter nicht finanziell zu überfordern. „Was nützt uns eine höhere Miete, wenn die Wohnung anschließend leer steht?“, fragt Arnd Fittkau, der als Geschäftsführer die Bestände in Herne verantwortet. Es sei auch Verantwortung des Unternehmens, dass Wohnen bezahlbar ist.