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Denkmäler

Der Zahn der Zeit nagt kräftig am Wanner Rathaus

21.02.2012 | 15:42 Uhr
Der Zahn der Zeit nagt kräftig am Wanner Rathaus
Schön ist anders.

Wanne-Eickel.   Das Wanner Rathaus hat schon bessere Zeiten gesehen: Wände und Böden sind vielerorts unansehnlich, das Mobiliar ist ein Kessel Buntes. Auch gefährliche Ecken gibt es. Die WAZ hat sich umgeschaut.

Ein Rathaus ist ein Repräsentationsbau. Oder sollte es sein. Nachfolgend die Eindrücke eines Besuchs der WAZ im Rathaus der alten Stadt Wanne-Eickel.

Der Bürger betritt das Gebäude durch den angesetzten Neubautrakt, schwenkt über dunkles Natursteinpflaster nach links. Eine Treppe aus hellem Stein führt zum Foyer des Altbaus. Die Stufen sind mit rutschhemmenden Streifen ausgerüstet. Gerade an der Seite, wo ein Geländer Gehbehinderten den Aufstieg erleichtern soll, haben sich Streifen abgelöst. Am oberen Ende des Handlaufes befindet sich die elektrische Stechuhr für die Rathausbediensteten. Darunter zwei Verteilerdosen. An einer davon fehlt die Abdeckung. Zum Glück ist das Kabel, das hindurch läuft, isoliert. Ein Blick unter die Decke am Treppenabsatz zeigt, dass einmal Malerarbeiten angefangen worden sind. Schnell wieder den Blick nach unten. Nur nicht stolpern. Am Ansatz des Bodenbelags haben sich Ränder der quadratischen Kunststoffplatten gelöst.

Ein Riss im Mauerwerk

Zur Rechten, neben der Aufzugtür, klafft ein Riss im Mauerwerk, der über mehr als drei Meter von unten nach oben reicht. Dass genau der gleiche Schaden auf der gegenüberliegenden Mauerseite des Aufzugsschachtes auftritt, stimmt nachdenklich. Grob verputzt und ohne Anstrich präsentieren sich dem Besucher Wandbereiche, von denen offenbar ein Profil-Fries entfernt wurde. Die gesplitterte Stirnseiten der Sägesstelle zeugen in Augenhöhe davon, dass es sich um ein Element aus Holz handelt.

Apropos Gestaltung. Das Altbau-Foyer am Fuße der Treppe zum 1.OG hat jede Menge Gestaltungselemente, von denen sich die unterschiedlichsten Moden der Dekaden seit der Eröffnung des Rathauses im Jahre 1905 am Interieur ablesen lassen. Ein Kessel Buntes, wie aus einem Lehrbuch für Innenarchitekten, die erfahren wollen, was man tunlichst unterlassen sollte. Auf gut 90 Quadratmetern stehen drei Sorten Stühle – braunes Plastik aus den 1970ern, helles Holz mit gemustertem Bezug aus der 1980ern und Metall mit blauen Sitzen aktuelleren Datums. Graue Stehpulte, ein weißes postmodernes Prospekt-Regal mit Türmchenspitze wechseln mit schwarzen Kübel, in denen Kunststoffpflanzen verstauben. An den Wänden hängen Holz-Schaukästen, zum Teil so beschädigt, dass man sich verletzen könnte. Sie könnten – wie die mit elfenbeinfarbenem Öl-Lack gestrichenen Fenster – zur Grundausstattung von 1905 gehören. Einige der Holzschaukästen sind in Benutzung, der größte, der neben einem modernen, benutzten Alu-Schaukasten nicht. Drunter hat sich ein Teil der Gummi-Fußleisten von der Wand gelöst.

Papier über den alten Leuchtkästen

Über den Amtstubentüren – eine moderne mit Glaseinsatz, der Rest Gründerzeit – hat man im Stil der 1970er Jahre mehrfarbige Bögen gemalt. Ins Auge fällt ein besonders fleischiger Fleischton. Modernstes Gerät im Foyer ist ein an der Wand über Zimmer 2 montierter Flachbildschirm, der Wartende informiert, wann sie dran sind. Damit sind die alten Leuchtkästen neben den Türen „Bitte eintreten /Bitte warten“ überflüssig geworden. Mittels Tesafilm und DIN A 4-Blättern über den alten Leuchtkästen werden Fehlinformationen vermieden.

Bliebe noch: das Loch. Es klafft im Mauerwerk neben der Türklinke zu Raum 1 – groß genug, dass eine Männerhand zur Hälfte darin verschwinden kann.

Willkommen in Wanne-Eickels Rathaus.

Bernd Nickel

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Kommentare
22.02.2012
21:31
Der Zahn der Zeit nagt kräftig am Wanner Rathaus
von Pamphlet | #10

In den letzten Jahren / Jahrzehnten wurde seitens der Kommunalpolitker ausreichend Bullshit praktiziert und sollten wider Erwarten behördliche Gänge nach Herne verlegt werden und der Termin im Min. Düsseldorf bzgl. des WAN-Kennzeichens " vergessen " werden, sollte man Wanner BürgerInnen nicht mehr unterschätzen, denn es reicht.

Haben wir neidlos zugesehen, wie Herne modernisiert wurde und Gelder nach Herne flossen ohne die gesamten Bauten und Renovierungen anzuführen, letztendlich unsere Kirmes nun Cranger Kirmes, Herne, heißt, langt es !!!

Die Kommunikation in den letzten Wochen mit BürgerInnen bewies, wie unzufrieden mittlerweile aufgrund der ganzen Geschehnisse sie mit " unserem OB samt seinen Mitarbeitern " sind, da diese Machenschaften nicht mehr haltbar und tragbar sind.

Lassen wir uns überrachen, was aus dem historischen Rathaus werden wird, jedoch lange sehen wir uns diese Untaten nicht mehr an !!!

22.02.2012
20:10
Der Zahn der Zeit nagt kräftig am Wanner Rathaus
von lola60 | #9

Ich fürchte, dieses Denken in den Köppen der Oberen wird sich nie ändern. Was haben die nicht alles in Herne gebaut oder renoviert? Akademie Mont Cenis, Flottmannhallen, Finanzamt etc. Früher die U-Bahn, Gysenberg, City-Center usw.

Was hat Wanne an Errungenschaften vorzuweisen? Wie schon erwähnt, die Forensik in der Nähe von Kindergarten und Schule. Irgendwann mal einen neuen Buschmannshof. Beschleunigung der 306 um 3,25 Minuten bis Bochum. Einen schönen Kreisverkehr an der Magdeburger Str. bei Haus Mies.
Wofür brauchen wir denn da ein Rathaus??? Werden halt die Behörden, die dort noch untergebracht sind , nach Herne umziehen und gut ist. Wenns dort im Rathaus zu eng werden sollte, findet sich sicher noch ein schönes Grundstück in der Herner City, für einen Rathausneubau. Vielleicht was kleines schnuckeliges wie in Essens Innenstadt

Wir hatten ja schon alles als OB. Einen Lügner, einen Alki einen Überläufer.
Da ist Herr Schiereck ja in guter Gesellschaft.

22.02.2012
16:39
Der Zahn der Zeit nagt kräftig am Wanner Rathaus
von Pamphlet | #8

N A C H T R A G

....und man möge sich doch bitte Gedanken machen, warum u.a.

Beckumer, Castrop-Rauxeler und Wattenscheider

ihr altes Kennzeichen wieder erhalten möchten und Unterschriften sammeln ???

22.02.2012
16:32
Der Zahn der Zeit nagt kräftig am Wanner Rathaus
von Pamphlet | #7

Sehr realistische und wahrheitsgetreue Kommentare, jedoch werden Herner im Laufe des Tages wieder wie gehabt giften, wie lange Wanne-Eickel noch " durchzufüttern " sei etc.pp.

Es war zu verlauten, daß " unser OB " nicht bis 2015 kandidieren wird / will und sein NachfolgerIn wird für diese Missetaten büßen müssen .

Aus sicherer Quelle war zu erfahren, daß 1975 Bürgereingaben im Keller des Rathauses bzgl. der Eingemeindung verschwanden und was seit dieser Zeit in und mit Wanne-Eickel geschah, braucht nicht erwähnt zu werden.

Da Herne rote Zahlen aufweist, ist sicherlich nicht mit einer Renovierung des Wanner Rathauses zu rechnen, hat man uns Wannern doch alles entzogen, zuletzt das Finanzamt.

Happy können wir sein die Forensik bekommen zu haben, die Herner ablehnten.

Die Hoffnung auf das geliebte WAN-Kennzeichen wird bleiben, auch wenn " unser OB " den BürgerInnen Kirchturmdenken unterstellt und mit Verlaub, was brachte uns Wannern die Eingemeindung ???

22.02.2012
15:24
Der Zahn der Zeit nagt kräftig am Wanner Rathaus
von msbutdl | #6

Seit der Eingemeindung ist Wanne-Eickel II. Wahl und wurde Herne seitens W-E saniert, da diese Stadt verschuldet war.

Es sollen die unzähligen Gelder nicht aufgelistet werden, die nach Herne gingen und so können und werden diese Städte nie !!! zusammenwachsen, da Wanne-Eickel immer Wanne-Eickel für Wanner bleiben wird.

Die nächste Wahl bleibt abzuwarten und zu hoffen, daß " diese Politik " einen gehörigen Denkzettel erhalten wird, denn zulange haben Wanner geschwiegen und Ungerechtigkeiten in Kauf genommen.

Es ist allgemein bekannt, daß " unser OB " zu Herne tendiert und bekannt dürfte sein, daß der gute Mann in Wanne-Eickel wohnt.

Das WAN-Kennzeichen bleibt abzuwarten und sollte auch manipuliert werden wie bei der Eingemeindung, ist mit einem Bürgeraufstand zu rechnen.

Nun bleibt abzuwarten, ob das historishe Rathaus in W-E renoviert wird, steht es doch n u r in Wanne-Eickel !!!

22.02.2012
14:31
Der Zahn der Zeit nagt kräftig am Wanner Rathaus
von papi-wanne-eickel | #5

Nun ja, die Stadt Herne ist nun einmal pleite wie fast alle Städte im Ruhrgebiet. Deshalb müssen Prioritäten gesetzt werden, man kann haltt die Mark nur einmal ausgegeben.
Und da wir nun einmal Herne heißen, wir das Geld halt dort verbraten, man sehe sich nur das schöne neue Finanzamt an.
Wir alle wissen, das Wanne-Eickel bei der Stadtverwaltung immer nur die dritte oder vierte Geige spielt, deshalb werden sich die Zustände im Rathaus Wanne-Eickel auf Jahre hinaus auch nicht ändern.
Ich hoffe, dass wir wenigstens die WAN-Kennzeichen bekommen werden, da mehr bei der derzeitigen Verwaltung inklusive OB nicht möglich sein wird.
Uns bleibt somit als Wanne-Eickler nur die Hoffnung auf die nächsten Wahlen und eine dann mögliche Verbesserung der Zustände für Wanne-Eickel.
Glück auf für alle Wanne-Eickler und zeigt bitte Nachsicht mit der Herner Stadtverwaltung, denn diese kann nicht anders.

22.02.2012
11:24
Der Zahn der Zeit nagt kräftig am Wanner Rathaus
von K4773 | #4

Schön und Gut! Das Rathhaus wurde zwar von außen saniert, hat ein neues Dach bekommen. Bei der Instandsetzung lautete wohl der Leitspruch: Außen hui, Innen pfui!

Wer selbst mal im Wanner Rathaus wird das Bild des elends mit eigenen Augen gesehen haben.
Ach du schreck ist es im Herner Rathaus schlimm. die haben da paar dreckige Steine im Eingangsbereich:

http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-herne-und-wanne-eickel/rathaus-in-herne-soll-saniert-werden-id5152857.html

Seit Jahren wird in der Stadt über die demographische Entwicklung und den Einwohnerschwund gesprochen. Mal ganz ehrlich. Wer als zugezogener seinen bürgerlichen Pflichten nahekommen will und sich beim Einwohnermeldeamt ummeldet würde beim betreten des Wanner Rathaus am liebsten umdrehen und sich fragen wo er gelandet ist.

22.02.2012
10:02
Der Zahn der Zeit nagt kräftig am Wanner Rathaus
von klarsicht0815 | #3

Neuen Innen und Außenanstrich und Bestuhlung fürs KuZ , dafür die Historie verkommen lassen ....das kann der tüddelige Schirrschreck !

22.02.2012
09:18
Der Zahn der Zeit nagt kräftig am Wanner Rathaus
von unmuendiger-buerger | #2

Da bleibt nur eins, abreissen.

22.02.2012
07:48
Der Zahn der Zeit nagt kräftig am Wanner Rathaus
von tbulon | #1

danke herr schierreck. der ob lässt wanne-eickel total verkommen. langsam müsste auch ein blinder sehen das der ob wanne-eickel hasst. ich keen mich leider nicht so mit der politik aus weil sie verlogen ist...aber...wie kann man eine abwahl wie in duisburg starte.??? der muss weg! und die nächste wahl ist noch zu lange hin:-(

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