Der neue „Kulturrucksack“ für Herne ist gepackt

Cajonbau mit der Musikschule Herne
Cajonbau mit der Musikschule Herne
Foto: Christian Ribbe
Was wir bereits wissen
Gabriele Kloke und Bärbel König-Bargel vom Herner Kulturbüro haben für 2015 wieder ein attraktives Paket für Zehn- bis 14-Jährigen geschnürt..

Herne..  So ein „Kulturrucksack“ hat es in sich. Vollgepackt mit Theater, Kunst, Musik und vielem mehr, begleitet er Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen auf ihrem Weg in die Kulturlandschaft. In Herne wie anderswo hat sich das kostenlose Workshopangebot für Zehn- bis 14-Jährige zum Selbstläufer entwickelt. „Wir hatten im letzten Jahr ungefähr 550 Teilnehmer in 32 Veranstaltungen“, freut sich Bärbel König-Bargel vom Herner Kulturbüro. Zusammen mit Gabriele Kloke hat sie auch für 2015 wieder ein attraktives Paket geschnürt.

14 zumeist mehrtägige Kreativangebote stehen zwischen Januar und August zur Auswahl, darunter auch einige ganz neue. So lädt zum Beispiel ab Februar die Jugendkunstschule zur „Kunstreise“ ein, in deren fast einjährigem Verlauf die Teilnehmer testen können, ob ihnen Comiczeichnen, Tanzen, Trickfilm oder etwas ganz anderes liegt. Neu ist auch, dass das Bickerner Stadtteilzentrum „Pluto“ verstärkt an der Emscherstraße für den „Kulturrucksack“ wirbt, wo viele Familien mit geringem Einkommen wohnen. Pluto und Musikschule bieten zusammen „Meine erste Band“ (25./26. April) und „Wir bauen ein Cajon“ (28. Februar bis 1. März) an.

„Der Hintergedanke des Projekts ist es, die Kulturanbieter bekannt zu machen“, erklärt Bärbel König Bargel. Das kostenfreie Angebot ermöglicht es Kindern aus allen Schichten, etwas auszuprobieren, was sie bei Gefallen dann vertiefen können. Was auch geschehe: „Pottporus etwa hat uns bestätigt, dass sie viele Anmeldungen von Kids haben, die vorher geschnuppert haben.“

Neben den Kulturanbietern im engeren Sinne wie Pottporus, Musikschule, Tigerpalast, Jugendkunstschule, Emschertalmuseum, Theater Kohlenpott, Stadtbibliothek, Circus Schnickschnack oder Museum für Archäologie machen auch Jugendeinrichtungen regelmäßig mit: Heisterkamp, die Wache, Pluto und das Jugendzentrum am Freibad. König-Bargel: „Die Angebote laufen erfreulich gut.“

Los geht es mit dem ersten Kulturrucksack-Workshop bereits am nächsten Montag, 12. Januar. Dann startet um 17.30 Uhr in der ehemaligen Dannekampschule am Grimberger Feld „Theater! Theater!“. Unter der Regie des Theaters Kohlenpott entwickeln die Jungen und Mädchen an 18 Montagen ein eigenes Stück „mit und ohne Masken“, das sie im Mai dann präsentieren. Das Theater Pappmobil nimmt sich unterdessen „Hamlet, Faust & Co.“ vor und versucht den Klassikern etwas Neues abzugewinnen (ab 17. Februar).

In der Stadtbibliothek werden kleine Science-Fiction-Hörfilme, SpacePods, produziert, und im Schloss entstehen Kunst-Planeten, der Abenteuerspielplatz Hasenkamp wird zur „Fashion-Werkstatt“ und das Pluto zur „Designerwerkstatt“. Das Junge Pottporus richtet ein HipHop-Festival aus, das Archäologiemuseum macht mit Höhlenbären und Höhlenmalern bekannt, ein Fotoworkshop und ein Movie-Camp runden das Programm ab. Ausgefallen mangels Interesse sind im letzten Jahr übrigens nur ganz wenige Angebote: Zwei Fahrten nach Duisburg ins Museum und ein Gesangsworkshop.

Über den „Kulturrucksack“ im Allgemeinen und die Herner Angebote im Besonderen informiert die Internetseite www.kulturrucksack.nrw.de.

Außerdem liegen Flyer in den Rathäusern und an anderen bekannten Stellen im Stadtgebiet aus.

Informationen können auch im Fachbereich Kultur der Stadt Herne angefragt werden, bei Gabriele Kloke oder Bärbel König-Bargel, HER 16-3094 oder HER 16- 3544 oder per Mail an gabriele.kloke@herne.de.

Bisher ist noch kein Workshop ausgebucht.