Der Januar in Herne war mild, nass und trüb

Der erste Schnee lud zur Schlittenpartie am Schloss ein.
Der erste Schnee lud zur Schlittenpartie am Schloss ein.
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Was wir bereits wissen
Der Januar in Herne war mild, nass und trüb: Das zeigen die Ergebnisse der Wetterstation auf dem Dach dem Mont-Cenis-Gesamtschule.

Herne..  Auch im Januar 2015 zeigte sich das Wetter in Herne relativ mild, dafür aber nass und trüb. So lag die Durchschnittstemperatur mit 4,0 Grad Celsius genau 1,1 Grad über dem Mittelwert der vergangenen 24 Jahre. Laut wetteronline.de ist der Januar der fünfte überdurchschnittlich warme Monat in Folge. Wenn auch sämtliche weitere Temperaturparameter – also weniger Frosttage und höhere Tages- und Nachttemperaturen – das milde Klima belegen, so liegen diese Werte dennoch deutlich unter denen des Januars 2014, der rückblickend durchaus als Rekordwintermonat bewertet werden kann.

Das Wetter in Herne entwickelte sich auffällig wechselhaft. So führten am 9., 10., 13. und 15. Januar zum Teil stürmische Winde warme Luftmassen ins Ruhrgebiet, die tagsüber die Temperaturen in den zweistelligen Bereich ansteigen ließen. Ungefähr eine Woche später drehte die Hauptwindrichtung, der Wind ließ spürbar nach und die Temperaturen fielen in der zweiten Monatshälfte tagsüber auf Werte knapp über 0 Grad und nachts knapp darunter. In der letzten Januarwoche schließlich sorgten aufkommende Niederschläge für den ersten erwähnenswerten Schneefall im neuen Jahr.

Trotz gelegentlicher Flauten war es insgesamt ein recht windiger Monat mit sieben Tagen, an denen die maximalen Windgeschwindigkeiten über 45 km/h lagen gegenüber knapp vier Tagen im Durchschnitt der vergangenen Januar-Monate. Im Gegensatz zum letztjährigen Januar war es dieses Mal recht feucht: 108 Millimeter Niederschlag je Quadratmeter registrierte die Wetterstation – das sind fast 30 Prozent mehr als im Schnitt. Verantwortlich hierfür ist unter anderem die überdurchschnittlich hohe Zahl der Niederschlagstage: An 21 Tagen fiel Regen oder Schnee.

Auch die Sonnenscheindauer wich mit 40 Stunden um ungefähr 30 Prozent vom Mittelwert ab – diesmal allerdings ins Negative, so dass dieser Januar trüb ausfiel.

Hintergrund:

Die Wetterstation wurde im Februar 2011 auf dem Dach der Mont-Cenis-Gesamtschule installiert. Die Daten werden von Schülern der Schule ausgewertet und mit den Durchschnittswerten der Jahre 1990 bis 2012, ermittelt vom Wetteramt in Essen, verglichen.


Lehrer Joachim Lilei, der die Schüler betreut, fasst die Ergebnisse zusammen und berichtet monatlich für die WAZ über das Wetter in Herne.


Aktuelle Werte, von der Wetterstation alle 30 Minuten erfasst, gibt es im Internet unter www.mcg-herne.de/wetter/mcgwetter.htm.