Der Herner Torben Bobenz gehört zu den IHK-Landesbesten

Torben Bobenz hat bei einem Landeswettbewerb der IHK den ersten Platz in seinem Fachgebiet belegt.
Torben Bobenz hat bei einem Landeswettbewerb der IHK den ersten Platz in seinem Fachgebiet belegt.
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Was wir bereits wissen
Torben Bobenz gehört zu den IHK-Landesbesten. Seine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker schloss der 23-jährige Herner mit der Bestnote „sehr gut“ ab.

Herne..  „Ich wäre gerne Bundesbester geworden“, sagt Torben Bobenz schmunzelnd. „Aber dafür hätte ich wohl noch ein bisschen mehr lernen müssen“, fügt er an. Der 23-Jährige schloss seine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie mit der Bestnote „sehr gut“ ab und wurde damit von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittleres Ruhrgebiet, zu der auch Herne gehört, als Landesbester ausgezeichnet. „Von vornherein war mein Ziel, eine gute Ausbildung zu machen, so dass ich anschließend bei meinen Bewerbungen gute Chancen habe“, sagt der Herner, der seine Ausbildung bei ThyssenKrupp Steel in Bochum absolvierte und sich dort auf die Stahlumformung spezialisierte.

Der motivierte Auszubildende verkürzte seine Ausbildung auf drei Jahre und schloss diese so frühzeitig ab. „Der Lernstoff fiel mir leicht und dementsprechend hatte ich gute Noten. Also wollte ich meine Ausbildung nicht unnötig in die Länge ziehen“, so Bobenz. Durch sein Fachabitur im Fachbereich Metalltechnik habe er außerdem einige Vorkenntnisse gehabt, die ihm das Lernen erleichterten.

Nach Ausbildungsende blieb Bobenz jedoch nur kurze Zeit an seinem Arbeitsplatz bei ThyssenKrupp und verließ ihn nach zweimonatiger Anstellung: „Der Beruf hat mir keinen Spaß mehr gemacht“, sagt er. Was ihm schon gegen Ende der Ausbildung aufgefallen sei, habe sich in seiner Beschäftigung nach Ausbildungsabschluss bestätigt. „Die Komponente des Kontrollierens war nicht mein Fall“, erklärt Bobenz, der bei der Stahlumformung zu Blechen zu überprüfen hatte, ob diese die ideale Dichte, Form und Temperatur hatten.

Seit Oktober studiert Bobenz nun in Bochum Bauingenieurwesen. Sein Ziel ist es, anschließend als Bauleiter im Hochbau zu arbeiten. „Dann wäre ich dafür verantwortlich, dass bei Gebäuden die Statik stimmt und die Materialien dem entsprechen, was bestellt wurde“, sagt er.

Stipendienangebot abgelehnt

Von der IHK wurde ihm ein Stipendium angeboten, allerdings mit der Bedingung, dass er neben dem Beruf ein Studium absolviert. „Dann hätte ich aber gar keine Freizeit mehr gehabt“, begründet Bobenz seinen Entschluss gegen dieses Angebot.

Ob er an sein Bachelorstudium noch einen Master anhängt, hat Bobenz noch nicht entschieden: „Wenn, dann sollte der Master auf jeden Fall berufsbegleitend sein“, sagt der Student. Denn: „Ich möchte schließlich nach meinem Bachelor auch mal Geld verdienen.“