Der heiße Samstag trieb die Herner ans Meer und ins Freibad

Die Wasserrutsche erfreute sich bei rund 38 Grad großer Beliebtheit.
Die Wasserrutsche erfreute sich bei rund 38 Grad großer Beliebtheit.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Samstag war mit etwa 38 Grad auch in Herne der bislang heißeste Tag in diesem Jahr. Die Hitze trieb Tausende in die Freibäder und ans Herner Meer.

Herne..  Was wurde in der vergangenen Wochen nicht wieder gejammert, gejault, die Hitze, viel zu warm sei es doch – und dann noch arbeiten. Das Thermometer kletterte am Wochenende auf 38 Grad und endlich hatten die meisten frei. Lange Gesichter sah man ab da nur noch selten, nutzten die meisten doch endlich das wundervolle Hochsommerwetter und machten sich auf den Weg ins Freie: mit Oma in den Garten, mit den Kindern ins Schwimmbad – oder eben mal ganz anders: Mit dem Gummiboot ins Wasser, aufs Herner Meer.

So wie Anna und Michael Jantos: „Das Boot haben wir uns mal bei Karstadt für unseren Urlaub auf Mallorca gekauft“, sagt die 38-Jährige lachend während der Ehemann fleißig das Wassergefährt aufpumpt. Genüsslich schipperten sie noch im letzten Sommer mit ihrem kleinen wie feinen Boot in der Bucht von Cala Llombards, im Südosten Mallorcas. „Das war einfach nur herrlich“, erinnert sich Michael Jantos gerne zurück. Und warum sollte man ein solch wundervolles Erlebnis nicht auch in Herne wiederholen, steht uns zwar nicht das Mittelmeer, dafür aber doch das „Herner Meer“ am Kanal zur Verfügung?

So packten sie ihr Boot in diesem Jahr wieder aus und legten los, nicht Richtung Flughafen, vielmehr hieß jetzt „Friedrich der Große“ die Destination, die es ins „Navi“ einzugeben gilt, will man das Herner Meer erreichen. Mit im Gepäck hatten sie ihr Reiseproviant und einfach nur jede Menge Spaß am „Kanello“. „Ich komme mir heute fast vor wie auf Mallorca“, sagte Anna Jantos, während sie die Füße ins Wasser hielt. Und ihr Ehemann schwärmte: „Einfach nur genial.“ Nach diesem gelungenen Ausflug waren sich beide einig: Die Reise wird ganz sicher auch wieder nach Mallorca gehen, bis es aber soweit ist, „werden wir beim nächsten schönen Wochenendtag mit unserem Boot zum Herner Meer fahren. Das war einfach nur großartig.“ Der Kauf des Gummiboots, der hatte sich somit schon mehr als bezahlt gemacht.

Proppevolle Schwimmbäder

Die Schwimmbäder indes konnten sich in der Ferienzeit über Besucherrekorde freuen. 3600 Sonnenanbeter kamen in den Südpool, ins LAGO strömten 3500 Wasserratten. Nur bedauerlich, dass das LAGO offensichtlich nicht auf so viele Gäste vorbereitet war. Allein ein Bademeister im Außenbereich musste vormittags teilweise über alle drei Becken gleichzeitig wachen. Schwimmmeister Joachim Wege bedauerte: „Wir konnten für heute Morgen einfach keine Zusatzleute bekommen.“ So gab er gemeinsam mit seinem Kollegen Markus Burke sein Bestes und pendelte zwischen Innen- und Außenbereich, um auf Tausende von Badegästen aufzupassen. Leider machten auch die meisten Duschen im Freibadbereich des LAGO schlapp. „Ich hätte mich und meine Tochter gerne vorher abgeduscht, bevor wir ins Wasser gehen“, bedauerte auch Anja Fizek, die regelmäßig das LAGO besucht. Es kann offensichtlich doch nicht immer alles perfekt laufen, auch nicht am allerschönsten Sommertag des Jahres. Es sei denn, man schnappt sich ein knallgelbes Gummiboot und schippert aufs Herner Meer. „Das war viel besser als jeder Schwimmbadbesuch“, so Michael Jantos glücklich.