Dauerbaustellen an der Herner Fortbildungsakademie

Der eingezäunte „Eurogarten“an der Akademie Mont-Cenis. Im Herbst soll die Renaturierung der Fläche beginnen. Der Zaun soll entfernt werden.
Der eingezäunte „Eurogarten“an der Akademie Mont-Cenis. Im Herbst soll die Renaturierung der Fläche beginnen. Der Zaun soll entfernt werden.
Foto: Ralph Bodemer
Was wir bereits wissen
Im Herbst soll der Startschuss für die Renaturierung des Sodinger Akademiegartens fallen. Fürs Dauerärgernis Wasserbecken ist keine Lösung in Sicht.

Herne..  „Akademiegarten wird geöffnet“ – so titelte die WAZ im Juni 2014. Davon ist heute, knapp neun Monate später, aber noch nichts zu sehen. Darauf weist Dieter Sokolis hin.

Der Anwohner der Akademie Mont-Cenis hatte im vergangenen Jahr über den Zustand des verwilderten Gartens geklagt und das Thema per Bürgereingabe auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung Sodingen gehievt – sehr zur Freude der Akademie-Leitung, die mit der Situation ebenfalls sehr unzufrieden war.

Nachfolgenutzung für den Kegel

Im Herbst habe zwar ein Rückschnitt der Sträucher stattgefunden, berichtet Dieter Sokolis. Und zurzeit würden die Holzbohlen in dem umzäunten Gelände entfernt. Von der „groß versprochenen Renaturierung“ des Akademiegartens könne bisher aber keine Rede sein.

Die Zuständigkeit für den „Eurogarten“, so der offizielle Name, liegt beim Bau- und Liegenschaftsbetriebs des Landes (BLB) und der Stadt Herne. Auf Anfrage der WAZ erklärt Stadtsprecher Christoph Hüsken, dass zurzeit die Pläne für die Umgestaltung abgestimmt würden. Mit der eigentlichen Umgestaltung könne erst im Herbst begonnen werden – auch mit Rücksicht auf „den Vogelschutz“, so Hüsken. An dem Ziel, den Bereich nach der Renaturierung zu öffnen und den Zaun zu entfernen, habe sich nichts geändert.

Der Garten ist aber längst nicht die einzige Baustelle an der Fortbildungsakademie. Seit Jahren beklagen sich Bürger und Politiker über das ständig verschmutzte Wasserbecken vor dem Eingang der Akademie. „Das ist eine unendliche Geschichte“, stöhnt Bezirksbürgermeister Mathias Grunert. Zwischenzeitlich werde das Becken immer wieder mal mit Flatterband abgesperrt, ansonsten tue sich aber nichts. „Das Becken ist nicht nur unansehnlich, sondern stellt auch eine Gefahr dar“, sagt der Sozialdemokrat. Für die Bürger und die Politik sei es längst nicht mehr nachvollziehbar, dass sich hier nichts bewege.

Ein Problem: Das Wasserbecken ist Teil der Akademie-Architektur und kann nicht ohne die Zustimmung des Architekten verändert werden. Im April 2013 erklärte die Stadt gegenüber der WAZ: Der Missstand sei beim Landesbetrieb BLB bekannt, eine Alternative sei in Arbeit.

Was sagt der BLB heute, zwei Jahre später? Die gestrige WAZ-Anfrage blieb unbeantwortet.

Etwas tun könnte sich allerdings in Kürze im Kegel der Akademie. Wie berichtet, sollen die früher von der Stadtbibliothek genutzten Räumlichkeiten im Eingangsbereich der Fortbildungsakademie zu einem Fitnessbereich für Seminarteilnehmer umgestaltet werden. Im Mai soll es losgehen, sagt Verwaltungsleiter Ralf Tiemann auf Anfrage. Die ersten Geräte stünden bereits.