Das Wetter war 2014 auch in Herne ungewöhnlich warm

Stürmisch war’s 2014: Das Tief Ela fegte am Pfingstmontag zahlreiche Bäume in der Stadt um. Die Schäden waren erheblich
Stürmisch war’s 2014: Das Tief Ela fegte am Pfingstmontag zahlreiche Bäume in der Stadt um. Die Schäden waren erheblich
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Jahresbilanz der Wetterstation auf der Mont-Cenis-Gesamtschule zeigt: Das Wetter war im vergangenen Jahr auch in Herne ungewöhnlich warm.

Herne..  Ziemlich mild, trüb und windig – so lässt sich das Wettergeschehen im Dezember 2014 in Herne zusammenfassend umschreiben. Und die Jahresbilanz zeigt, dass das Wetter auch in Herne ungewöhnlich warm ausfiel.

Mit 4.4 Grad wurde mal wieder die langjährige Durchschnittstemperatur (für einen Dezembermonat) um mehr als ein Grad übertroffen. Vor allem tagsüber verzeichnete die Wetterstation auf dem Dach der Mont-Cenis-Gesamtschule in Sodingen ungewöhnlich hohe Temperaturen, die zur Monatsmitte sogar den zweistelligen Bereich an vier Tagen erreichten. Aber auch nachts verharrte die Tiefsttemperatur wiederholt im mittleren und hohen einstelligen Bereich. Somit wurde nur in sechs Nächten die Frostgrenze unterschritten – normal wären es zehn oder elf Nächte gewesen.

Die Niederschlagsbilanz fiel hingegen mit gemessenen 80 Litern je Quadratmeter etwas geringer aus als der Durchschnittswert. Somit regnete oder schneite es an vielen Tagen, dafür aber in geringen Mengen. Ausnahme war lediglich der 12. Dezember, an dem Orkantief „Billie“ nicht nur kräftige Windböen sondern auch 22 Liter Regen von der Nordsee mit nach Herne brachte.

Eine deutliche Temperaturabkühlung direkt nach den Weihnachtsfeiertagen sorgte endlich für den ersten, leichten Schneefall zwischen den Jahren. Ein Schneechaos wie vor zwei Jahren blieb uns zum Glück in Herne erspart und pünktlich zu Silvester taute es schon wieder.

2014 regnete es etwas zu wenig

Die Sonne ließ sich auch in Herne im ersten Wintermonat selten blicken: Lediglich 24 Stunden schien sie im ganzen Monat .

Auffallend windig präsentierte sich dieser Dezember. An sechs Tagen erreichten die Böen Windstärke sechs, der Wintersturm „Alexandra“ und „Billie“ überschritten zur Monatsmitte sogar die Windstärke sieben.

Auch in Herne war 2014 das wärmste Jahr seit Messbeginn 1881. Während in Deutschland zum ersten Mal die Durchschnittstemperatur mit 10,3 Grad zweistellig ausfiel, lag sie in Herne sogar mit 12,2 Grad noch deutlich darüber und übertraf die 10-Grad-Marke im dritten Jahr in Folge.

So war es von Januar bis April in Herne deutlich wärmer und trockener als sonst üblich. Der Winter fiel praktisch aus und fühlte sich eher wie ein Frühling an. Im Frühjahr dominierte eher mildes und sonniges Wetter, und an Pfingsten war es mit fast 32 Grad ungewöhnlich heiß - bis Ela kam.

Während die Sonnenbilanz 2014 durchschnittlich ausfiel, regnete es in diesem Jahr mal wieder etwas zu wenig, wobei es 2013 und vor allem 2012 noch trockener war.