Das Rennen um den ersten Lese-Platz
22.02.2012 | 18:27 Uhr 2012-02-22T18:27:00+0100
Herne. Auf lokaler Ebene fand in der Herner Stadtbibliothek die Ausscheidung für den Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels statt.
„Du wirst gewinnen, ganz bestimmt“ - „Bitte, lies du doch für mich!“ Der Wortwechsel zwischen Sascha Fink und seinem Freund spiegeln die Aufregung wieder, die im Vorfeld des Vorlesewettbewerbs gestern unter den Teilnehmern herrschte.
Die Schulbesten unter den Sechstklässlern aus zehn Herner Schulen traten in der Stadtbibliothek gegeneinander an, um sich für die Teilnahme des bundesweiten Wettbewerbs auf Bezirksebene zu qualifizieren. Aufgeteilt waren die Elf- bis Zwölfjährigen in zwei Gruppen, wie Birgit Bühlbecker, Buchhändlerin des Veranstalters Koethers & Röttsches, erklärte. Gruppe A bestehe aus Hauptschülern, Gruppe B aus Gymnasiasten, Real- und Gesamtschülern. So könne man die Vorleser gemäß ihres Lernniveaus fairer beurteilen.
In der ersten Runde durfte jeder selbst entscheiden, was er der Jury vorlas. So trugen die Nachwuchs-Literaten Texte der Kinder- und Jugendliteratur vor, in denen es um Familie, Freunde, Schule und schlechte Noten, das Lesen und die Probleme des Aufwachsens ging. Bewertet wurden sie von einer fünf-köpfigen Jury, die dazu ein eigens entworfenes Benotungssystem ausgeklügelt hatte.
Christian Weymeyer, Journalist, Autor und Schauspieler in Herne, saß zusammen mit Ingrid von der Weppen (Stadtbibliothek Herne), zwei Deutschlehrerinnen und der Gewinnerin des letzten Jahres, Emma Hundertmark, in der Jury. Außerdem moderierte Weymeyer den Wettbewerb. In der Pause stellte die Herner Autorin Brigitte Werner ihr neuestes Buch, „Ich, Jonas, genannt Pille, und die Sache mit der Liebe“ vor. In der zweiten Runde lasen die Kinder dann aus diesem Buch vor, um zu zeigen, dass sie auch einen unbekannten Text bewältigen können. Die Gewinner des Vorlesewettbewerbs auf Bundesebene würden auf der Frankfurter Buchmesse geehrt, so Birgit Bühlbecker.
Ein Stück näher rückte dieser Sieg gestern für Sascha Fink von der Hans-Tilkowski -Schule und Jonas Thomsen vom Pestalozzi-Gymnasium. Sie werden in der nächsten Runde gegen Schüler aus ganz Nordrhein-Westfalen antreten. Wann genau der Bezirksentscheid stattfindet, sei aber noch unklar, so Bühlbecker.
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haben die nichts besseres zu tun