Das Lago in Herne baut weiter aus

Beliebt bei Klein und Groß: das Wellenbecken im Lago. Angrenzend soll nun ein neues Becken nur für Kurse gebaut werden.
Beliebt bei Klein und Groß: das Wellenbecken im Lago. Angrenzend soll nun ein neues Becken nur für Kurse gebaut werden.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Lago in Herne plant ein neues Schwimmbecken. Die Überdachung der Solo-Außenbecken wird dagegen verschoben. Und der Eintritt könnten steigen.

Herne..  Die Therme Lago im Revierpark Gysenberg will weiter ausbauen und plant den Bau eines neuen Schwimmbeckens allein für Kurse. Dafür, sagt Revierpark-Chef Jürgen Will im Gespräch mit der WAZ, soll das Kinderbecken am Wellenbad verlegt werden. Die Besucher müssen aber auch Abstriche in Kauf nehmen: Die Überdachung der Sole-Außenbecken wird verschoben, und im Juli droht den Gästen mit einer Erhöhung der Eintrittspreise die kalte Dusche.

Zunächst zu den aktuellen Modernisierungsmaßnahmen: Die Fertigstellung des 100 Quadratmeter großen Sole-Vitalbeckens mit Terrasse und Ruhehaus im Außengelände der gemischten Sauna – ursprünglich geplant für Sommer, dann für Winter 2014 – lässt weiter auf sich warten. Grund seien die „häufigen Wetterkapriolen“. Nun aber seien die Arbeiten „auf einem guten Weg“. In diesem Frühjahr, spätestens Sommer, soll nun alles fertig sein.

Neues Mobiliar, frische Farbe

Komplett verschoben wurde dagegen besagte Überdachung der großen Sole-Becken draußen am Schwimmbad. Die Bereiche erstrahlen zwar wie geplant im neuen Glanz, sind etwa durch neues Mobiliar und eine frische Farbgestaltung aufgewertet worden, doch die größte Investition, der Bau eines 500 Quadratmeter großen Foliendachs, ist auf Eis gelegt worden. Die Kosten seien explodiert, der Dach-Hersteller habe plötzlich das Doppelte verlangt, begründet Will. Deshalb werde nun neu gedacht und die Überdachung aufs Frühjahr 2016 verschoben.

Einen Schritt weiter ist das Lago dagegen in Sachen dritte Baustufe. Mit Hilfe des zusätzlichen Beckens allein für Aquakurse soll die Therme an Attraktivität gewinnen und nicht zuletzt wirtschaftlicher arbeiten. Dazu müsste das Kinderbecken umziehen. Die Pläne sollen nun ausgearbeitet und den Gremien vorgestellt werden, sagt der Revierpark-Chef.

Norbert Breitbach, Geschäftsführer der Herner Bädergesellschaft, nennt die Verzögerungen im Lago nicht dramatisch. Im Gegenteil: „Für die Besucher gibt es keinerlei Einschränkungen.“ Bauen im Bestand, erklärt er, sei nun mal schwierig. Und mit dem Abschluss der geplanten Arbeiten, inklusive des Kursbeckens, habe das Lago weiter an Attraktivität gewonnen.

Dass die Eintrittspreise im Sommer steigen könnten, liege an der Erhöhung der Mehrwertsteuer für den Sauna-Besuch von sieben auf 19 Prozent. Deshalb kann Will nicht ausschließen, „dass es eine marginale Erhöhung der Eintrittspreise“ geben werde. Konkret denkt er über ein Plus von 50 Cent pro Ticket nach, er will seine Vorstellungen aber zunächst dem Verwaltungsrat präsentieren.