Maria Laftsidis-Krüger aus Herne kocht Zucchinipuffer

WAZ-Mitarbeiterin Jimena Salloch (l.) gemeinsam beim Essen mit Maria Laftsidis-Krüger am Esstisch. Das Fazit: einfach nur lecker!
WAZ-Mitarbeiterin Jimena Salloch (l.) gemeinsam beim Essen mit Maria Laftsidis-Krüger am Esstisch. Das Fazit: einfach nur lecker!
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Maria Laftsidis-Krüger aus Herne hat schon im TV gekocht, für die WAZ bringt sie Zucchinipuffer auf den Tisch. Selbst Vater Beimer aß schon bei ihr.

Herne.. Es gibt Menschen, die haben einfach Talent – sie können eine Sache, ohne sie großartig erlernt zu haben. Zu diesen Personen gehört ganz offensichtlich Maria Laftsidis-Krüger, wenn es ums Thema Kochen geht. Auch was die Medientauglichkeit anbelangt, macht dieser Frau so leicht keiner etwas vor – oder in diesem Fall eben nach. In der Serie „Das Perfekte Dinner“ auf VOX hat sie bereits mitgemacht, gleiches gilt für die ZDF-Küchenschlacht.

Den ersten Platz im TV-Format

Den ersten Platz belegt die Tochter einer deutschen Mutter und eines griechischen Vaters dann beim „Wohnlokal“ auf VOX, ein Format, bei dem man mehrere Gäste in seinen eigenen vier Wänden bekocht und bedient, ganz wie in einem Restaurant (leider läuft diese Serie nicht mehr). „Gewonnen habe ich mit meinen Zucchini-Streifen mit Tomatensoße gefüllt sowie einem griechischen Fleischeintopf, dem Stifado.“ Und auch Vater Beimer, der mit bürgerlichem Namen Joachim Hermann Luger heißt, verließ im Rahmen seiner WDR-Kochsendung die Lindenstraße für einen Tag und besuchte Maria Laftsidis-Krüger in Wanne-Eickel.

Was sie für ihn kochte? Natürlich Zucchinipuffer. „Eigentlich wollte er nur einen probieren, putzte dann aber doch eine ganze Portion weg“, erinnert sich die 51-Jährige und lacht.

Das Kochen, das ist der Halbgriechin, die als Bankkauffrau arbeitet, in die Wiege gelegt worden. Kindheitserinnerungen kommen in ihr hoch, wenn sie an das Rezept „Arme Ritter in Olivenöl“ denkt. Damals, als kleines Mädchen, in den Ferien in Griechenland, da hat sie der Oma beim Kochen nur allzu gerne über die Schulter geschaut. Und auch bei der Mutter daheim in Wanne-Eickel holte sie sich Tipps, was die deutsche Küche anbelangt.

Dass diese Frau längst nicht nur hobbymäßig in der Küche unterwegs ist, das lässt sich bereits nach dem ersten Blick in die Küche erahnen. Wirklich kein Werkzeug, das es dort nicht geben würde. „Sexy Women have Messy Kitchen“, steht auf einem Schild an der Wand – „Sexy Frauen haben Messi-Küchen.“ Doch chaotisch ist es überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Vielmehr gemütlich, der neidische Blick eines jeden Kochs fällt umgehend auf den Steinofen im Garten. Der ist direkt von der Küche aus zugänglich. „Im Ofen backe ich regelmäßig frisches Brot“, erklärt Maria Laftsidis-Krüger. Das hat sie auch diesmal vorbereitet und reicht es zu den köstlichen Zucchini-Puffern, die sie in Nullkommanichts zubereitet.

Frisches Kürbisgewächs

Das frische Kürbisgewächs hat sie bereits gewaschen und geraspelt. „Es gehört einfach zu meinem Lieblingsgemüse, weil es so unglaublich vielseitig ist“, sagt sie und gibt noch geriebenen Gouda dazu, bevor sie alle Zutaten mit den Eiern vermengt, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Frittiert wird in einer extra Frittierpfanne, so bleibt der Herd schön sauber. Und weil das Kochen mehr als ihre Leidenschaft ist, gibt sie auch regelmäßig Kochkurse an der VHS: „Mir macht das Spaß.“ Das gilt nicht allein für die Köchin, sondern auch für die Teilnehmer.

Was es bei ihr gibt? „Griechische Küche natürlich.“ Längst schrieb sie auch ein Buch mit dem herrlichen Titel: „Ich kann mehr als nur Feta.“ Sie ist eben ein echtes Multitalent, von dem wir uns alle eine Scheibe abschneiden können.