Das Cafehaus wird zur Burger-Bar

Sie machen aus dem Cafehaus eine Burger-Bar:  die „Burgerado“-Chefs Peter Kamp und Delia Biehl.
Sie machen aus dem Cafehaus eine Burger-Bar: die „Burgerado“-Chefs Peter Kamp und Delia Biehl.
Foto: Ralph Bodemer

Herne..  Am Sonntag hat das Cafehaus auf der Behrensstraße in Herne-Mitte dicht gemacht. Peter Kamp (55) plant dort um: Gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Delia Biehl (28) will er ab Anfang September in gemeinsamer Regie die Burger-Bar „Burgerado“ eröffnen. Die WAZ sprach mit den beiden Gastronomen.

Das Cafehaus war eine Institution. Warum machen Sie aus dem Traditionshaus eine Burger-Bar?

Kamp: In der Gastronomie hat es in den vergangenen Jahren Veränderungen gegeben. Gastronomie bedeutet auch Wandel: Wandel der Zeiten und Wandel der Konzepte. Deshalb kommen wir mit einem jungen und frischen Konzept. Wir sind überzeugt, dass das zu Herne und zur Behrensstraße passt.

Was für ein Konzept ist das?

Biehl: Wir wollen Leute ansprechen, die Lust auf Burger haben, die regional und frisch zubereitet sind. Und es soll Spaß machen, zu uns zu kommen, dafür soll neben dem Essen auch eine trendige Inneneinrichtung sorgen.

Die Inneneinrichtung des Cafehauses, in dunklem Holz gehalten, erinnert an den alten Wiener Caféhaus-Stil. Wird das alles herausgerissen?

Kamp: Wir wollen alte Elemente aufgreifen und in unsere moderne Einrichtung integrieren. . .

. . . etwa die Holzverkleidungen an den Wänden?

Kamp: Das wird man sehen. Wir machen uns nun zunächst gemeinsam mit der Innenarchitektin Gedanken. Tische und Stühle kommen schon mal raus, es gibt eine moderne Bar, die zum Sitzen einlädt, also keine reine Arbeitstheke. Mehr wollen wir noch nicht verraten. Aber Fakt ist: Das Cafehaus ist Geschichte, das gilt auch für weite Teile der Einrichtung, die ich 2000 noch selbst angeschafft habe. Nun kommt Burgerado.

Und Burgerado steht in erster Linie für Burger, also Hamburger. Welche Varianten kommen auf die Speisekarte?

Biehl: So um die 20 verschiedene, ähnlich wie im Burgerado in Bochum. Die Burger sind aus Rindfleisch oder Hähnchenbrust oder vegetarisch und auch vegan. Zusätzlich gibt es Burger ohne Brot und verschiedene Salate.

Vegetarisch? Vegan? Schmecken vegetarische oder vegane Burger überhaupt?

Biehl: Und ob! Wir haben viel experimentiert, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Sie werden positiv überrascht sein. Auch beim vegetarischen und veganen Burger ist alles selbst gemacht, hier wird nichts Fertiges angeliefert.

Und das Fleisch? Werden Sie mit Rohlingen beliefert?

Kamp: Nein. Wir wollen mit regionalen Frische und nicht mit Convenience-Produkten arbeiten und alles selbst machen. Siehe das Fleisch: In Bochum bekommen wir das Gehackte von einem regionalen Produzenten nach unseren Wünschen angeliefert, formen daraus das Fleischstück in der Küche und grillen es. Auch da haben wir lange getüftelt, bis die richtige Fettmischung und der richtige Wolfgrad, also wie fein das Hackfleisch zerkleinert sein soll, gestimmt hat.

Was ist mit dem Brötchen?

Kamp: Auch das wird kein Industrieprodukt. Da werden wir mit einem regionalen Bäcker zusammenarbeiten, der die Brötchen liefert. . .

Biehl: . . . wählen können soll der Gast auch in Herne aus Ciabatta- und Vollkornbrötchen sowie natürlich aus dem klassischen mit Sesam.

Dann fehlt nur noch die Gurkenscheibe zwischen Hacksteak und Brötchen. . .

Kamp: Die fehlt gerade noch! Nein, bei uns gibt’s Salat, aber keinen reinen Kopfsalat, sondern Rucola dazwischen oder Lollo Rosso und rote Zwiebeln.

Und zum Burger dazu?

Biehl: Beilagensalate, dazu eine Auswahl an hausgemachten Dressings, außerdem natürlich Pommes, Kartoffelecken und Gitterkartoffeln.

Man sieht: Ihre Zielgruppe sind junge Menschen.

Biehl. Auch. In Bochum ist unser Publikum sehr gemischt: Junge Leute, Familien und auch ältere sind unsere Gäste.

Und was ist nun Ihr Lieblingsburger?

Biehl: Der „Kiss me later-Burger“. Mit viel Aioli und entsprechend Knoblauch drin. Schmeckt klasse. Den empfehle ich aber nicht einem Paar beim ersten Date.