Das aktuelle Wetter Herne 12°C
Vereine

Damen feiern 60 Jahre Kegelklub „Alle Neune“

25.02.2011 | 15:26 Uhr
Damen feiern 60 Jahre Kegelklub „Alle Neune“
Auf der Kegelbahn im Treppchen im Untergeschoss vom Parkrestaurant in Herne feiern am Montag, den 21.02.2011, die Kegeldamen den 60. Geburtstag ihres Vereins. Foto: Ute Gabriel / WAZ FotoPool

Herne.60 Jahre Kegelclub „Alle Neune“: Die Damen des Vereins feiern mit Rouladen, Rotkohl und Himbeertorte das Jubiläum.

Zwei Schritte, ein Armschwung, und schon rummst es im „Treppchen“ am Stadtgarten ein bisschen. Mit viel Effet hat Brunhilde Zollingkoffer gerade ihre erste Kugel auf die Kegelbahn geschickt. Es wird nicht die letzte an diesem Abend sein, denn, wie die rüstige 81-Jährige festhält: „Wir sind hier nicht nur zum Reden, sondern auch zum Spielen.“ „Wir“, damit meint Zollingkoffer sich und ihre sechs Mitstreiterinnen zwischen 72 und 87 Jahren vom Frauen-Kegelclub „Alle Neune“. 1951 in Herne gegründet, feiert der Club diesen Sonntag sein 60-jähriges Bestehen.

Eine lange Zeit und dementsprechend ein Jubiläum, auf das sich die Kegelschwestern sehr freuen. „Rouladen, Rotkohl und Himbeertorte zur kleinen Feier sind bereits bestellt“, verrät Mieze Künsgen. Mit 87 Jahren ist sie nicht nur das älteste anwesende Mitglied des Clubs, sondern auch seine Gründerin. Dementsprechend viele Anekdoten weiß sie zu erzählen: von Karnevalsfeiern, selbstgedichteten Liedern, Tagesausflügen oder der monatlichen Kaffeerunde. Ebenfalls fester Bestandteil des Keglerinnen-Jahres: ein Heringsessen im Februar. Finanziert aus dem, was die Damen montags immer in ihre Spardose „spenden“. Jeweils fünf Cent für einen Wurf in die Gasse oder ein böses Wort.

Jeden Montag Treffen

Klare Regeln, über die Brunhilde Zollinghof als so genannte Kegelmutter wacht. Sie hält dem Club seit 55 Jahren die Treue: von den Anfängen im alten Kolpinghaus an der Neustraße, über den Umzug nach „Haus Koppenberg“ und 1995 dann ins „Treppchen“. Auch wenn Orte und Gesichter über die Jahre immer mal wieder gewechselt haben und die Bahnmiete teurer geworden ist - eines ist auf jeden Fall geblieben: die Treffen in der Gemeinschaft. Jede Woche wird gekegelt - und darauf ist man stolz: „Wenn es Sonntag langweilig ist, dann freuen wir uns auf den Montag.“

Auch wenn mal ein Zipperlein drückt, wird fleißig weitergespielt. Und wer mal nicht so gut kann, wird einfach abgeholt oder schaut zu. Selbst wenn jemand aussteigt, reißt der Kontakt nicht ab, man kümmert sich eben. So sind die Damen auch traurig, dass sie das Jubiläum ohne ihre älteste Kegelschwester feiern müssen. Die 92-Jährige liegt zurzeit im Krankenhaus , aber „Alle Neune“ denken an sie.

Wencke Dybski

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/4331036/create

Aktuelle Fotos und Videos
Der größte Park
Bildgalerie
Top Ten
Klangwelten
Bildgalerie
Konzert
Schmieden wie früher
Bildgalerie
Im LWL-Museum
Kasinoverein Harmonie Unser Fritz
Bildgalerie
Saisoneröffnung
Aus dem Ressort
Kultur bestimmt den Lehrplan
Schulprojekt
„Kultur und Schule“ ist das neue Motto der Realschule Crange. Den Schülern des benachteiligten Stadtteils soll Chancengleichheit garantiert werden.
Königsgruber Park ist der Größte
Hernes Top 10
Im Konzert der Herner Superlative schlägt der Königsgruber Park eher leise Töne an.