Crowdfunding soll Katalog zu „Aberglaube“ finanzieren

„Aberglaube. Moderne Kunst trifft archäologische Funde“ heißt die nächste Sonderausstellung im LWL-Museum für Archäologie, die am 17. Mai eröffnet wird. Ein Crowdfunding-Projekt soll den Katalog zur neuen Sonderausstellung finanzieren.

Die Fragen nach Diesseits und Jenseits, nach den Mächten der Natur oder dem Willen der Götter haben den Menschen von Anbeginn bewegt. Dabei stehen Kunst und Glaube in einer engen Verbindung. Die Künstlerinnen Ines Braun und Iris Stephan präsentieren über 150 Kunstobjekte und stellen einen Bezug zu den oft Jahrtausende alten archäologischen Funden des LWL-Museums für Archäologie her. „Ist es Glaube oder Aberglaube?“ Diese Frage steht im Mittelpunkt der Sonderausstellung. Es geht dabei um Katzen und Hausdrachen, um Totenrituale und Hokus Pokus, Orakel und Magie.

„Die Kunstausstellung ist ein Low-Budget-Projekt und somit ist ein Katalog mit dem Budget der Ausstellung nicht umsetzbar“, so der LWL. Damit die Kataloge trotzdem in gedruckter Form den Weg in die Häuser der künftigen Besucher finden, haben sich die Initiatoren entschlossen, auf breiter Basis für die Finanzierung des Katalogdruckes auf dem Crowdfunding-Portal „Startnext“ zu werben. Die Realisierung von Ideen kann mit Crowdfunding durch eine Vielzahl von Menschen, die sich mit kleineren Beträgen beteiligen, umgesetzt werden. Benötigt werden 3950 Euro. Die Summe muss über die Online-Plattform bis zum 17. Mai erreicht sein, damit der Katalog gedruckt wird. Den Unterstützern winken diverse Dankeschöns für ihre Finanzierungszusage: Für fünf Euro gibt es „ewige Dankbarkeit“, für 15 Euro einen handsignierten Katalog, für höhere Summen auch Kunstwerke von Ines Braun und Iris Stephan wie „Kleines Fegefeuer 1“, „Last Unicorns“ oder gestaltete Textbanner aus der Ausstellung.