"Coversaki" feiert Zehnjähriges
12.02.2010 | 15:35 Uhr 2010-02-12T15:35:00+0100
Herne. Am Montag, 15. Februar, feiern Coversaki ihren zehnten Geburtstag in den Flottmann-Hallen. Genau wie ihrem Namen, sind die Musiker in all den Jahren auch ihrem Bandkonzept treu geblieben. Sie covern - und spielen nur das, worauf sie Lust haben.
„Eigentlich dachten wir, wir suchen noch mal einen gescheiten Namen, aber dann ist es doch dabei geblieben”, erinnert sich Christian Eberlein. Die Band stand kurz vor ihrem ersten Konzert, „irgendwo in Kassel”. Das Einzige, was fehlte: ein Bandname. „Es sollte irgendwas mit ,covern' sein”, erinnert sich der Schlagzeuger weiter. Langsam in Zeitnot, kreuzten die Musiker kurz entschlossen den Markennamen eines japanischen Motorradherstellers mit der Leidenschaft der Band, dem Covern. Heraus kam Coversaki - und blieb es.
Das ist lange her, eine Dekade, um genau zu sein.Coversaki covern, das heißt, die Band komponiert keine eigenen Lieder, sondern spielt die Werke bekannter Künstler nach - oder interpretiert sie gleich neu.
„Wenn du eigene Musik machst, bist du eine der vielen Bands, die mal im Jugendzentrum spielen darf”, erklärt Christian Eberlein, „wir covern, weil wir mal rauskommen wollten.”
Und rausgekommen ist die Band. Im WM-Jahr 2006 durften Coversaki beim Fifa-Fan-Fest in Köln auf die Bühne, letztes Jahr ging es zur Deutschen Tourenwagenmeisterschaft auf den Nürburgring. „Im Jugendheim eigene Sachen zu spielen, ist auch geil, da aber die Stadionhymnen auszupacken wäre wohl eher peinlich”, spekuliert Gitarrist Stefan Weituschat.
Und so verschlägt es das Quintett eher auf die Groß-Events. Daneben gibt es die für Coverbands üblichen Klassiker: Hochzeiten, Messestände, Firmenfeiern. Bis zu 30 Konzerte kommen so pro Jahr zusammen. „Für einen Nebenberuf schon ganz in Ordnung”, findet Keyboarder Tim Jansen. Am Wichtigsten sei es aber, Spaß zu haben, da schlüge die Band das ein oder andere Angebot schon mal aus.
Wählerisch sind Coversaki auch bei der Songauswahl. „Jeder bringt so seine Einfälle mit”, erklärt Sängerin Daniela Deussen das Vorgehen. „Wir probieren alles aus; was gut ist, spielen wir, alles andere schmeißen wir wieder raus”, fügt Bassist Jörg Gerlach hinzu. „Hunderte Songs” habe die Band so schon im Repertoire gehabt, von Klassikern internationaler Größen wie U2 und Peter Gabriel, bis zu aktuellen Chart-Erfolgen von Rihanna oder Kings Of Leon.
Gassenhauer gibt's nicht
Grundsätzlich immer nur nach dem Geschmack der Bandmitglieder: „Neue Robbie-Williams-Nummern sind quasi gesetzt. Zumindest, dass wir die mal ausprobieren”, sagt Stefan Weituschat. Da erwische sich der Gitarrist auch schon mal, wie er ein neues Lied des Künstlers gleich beim ersten Hören auf Cover-Tauglichkeit „auseinandernimmt”. Wie eine typische Coverband fühlen sich die Musiker aber nicht. DJ Ötzi werde es nie geben, genauso wenig Michael Wendler, ist sich die Band sicher. „Wer uns bucht, will keinen Galaabend mit allen Gassenhauern”, sagt Weituschat, „irgendwas spielen, worauf wir überhaupt keinen Bock haben, gibt es hier nicht.”
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