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Confido camerata begeisterte im Archäologiemuseum

17.10.2011 | 16:25 Uhr
Confido camerata begeisterte im Archäologiemuseum

Herne.Mit Musik aus Skandinavien begeisterten das Orchester confido camerata und Sologeiger Sebastian Soete unter Leitung von Thomas Bronkowski am Sonntagabend im Archäologiemuseum.

Leise und verhalten klingt das Thema des ersten Satzes von Jean Sibelius’ Violinkonzert in d-Moll op.47 an, um sich dann in einer dramatischen Entwicklung zu entfalten – ein Prozess, der schließlich in einer machtvollen Orchesterkadenz kulminiert. Präzise Intonation und makelloser Streicherglanz zeichnen das Spiel von confido camerata aus, nuancenreich treten die Klangfarbenschattierungen des Werkes hervor. Die virtuosen, extrem anspruchsvollen Solopartien von Sebastian Soete heben sich ausdrucksstark und klangschön von der oft dunklen Klangkulisse des Orchesters ab. Der elegische Mittelsatz ist durch ein sehr melodiöses Thema charakterisiert, das confido camerata in weichen, geschmeidigen Phrasierungen nachzeichnet. Pulsierende Rhythmen in präzisen Tempi begleiten das schnelle, punktierte Thema des Allegro, das nach machtvollen Steigerungsprozessen auf einen feierlich-dunklen Ruhepol zusteuert. Klar umrissene Konturen und ein ausgeprägtes Formbewusstsein kennzeichnen die Interpretation von confido camerata unter der engagierten Leitung von Thomas Bronkowski.

Auch die meditative Grundstimmung von Arvo Pärts „Fratres“ treffen die jungen Musiker stilsicher: Ätherisch schwebt das helle Streicherthema, archaisch-statisch in sich kreisend, über dem leisen, dunkel dräuenden Orchestersatz, der durch kurze, immer wiederkehrende perkussive Motive geprägt ist.

Die lyrische Tonmalerei aus dem ersten Satz von Griegs Peer Gynt Suite Nr.1 lässt die Idylle eines nordischen Sonnenaufgangs lebendig werden. Nach dem leisen, melancholischen Trauersatz kommt Erregung auf mit „Anitras Tanz“. Mit voller Orchesterkraft bahnen sich die schwerfälligen Trolle ihren Weg in der Halle des Bergkönigs, in der ein stimmungsvoller Konzertabend unter dem begeisterten Applaus des Publikums endet.

Konstanze Führlbeck

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