Chris Alexandros: Mit dem ZDF auf Tour
22.02.2009 | 19:45 Uhr 2009-02-22T19:45:00+0100Herne. Schlagersänger Chris Alexandros, auch Imbissbuden-Betreiber in Röhlinghausen, will dieses Jahr durchstarten.Nach einer Single-Auskopplung folgt ein Album - und dann der große Auftritt im Fernsehgarten
2009 wird ein gutes Jahr für Chris Alexandros, vielleicht das erfolgreichste seiner bisherigen musikalischen Laufbahn. Bereits im Januar hat er eine neue Single veröffentlicht ("Bitte gib mich frei"), ein Album wird im Laufe des Jahres folgen. Doch vor allem: Alexandros´ Karriere erhält nun Schützenhilfe aus Mainz. Im Juni singt er im "Fernsehgarten" des ZDF, im Oktober geht er dann auf große "Fernsehgarten"-Tournee. Er wird dann zusammen mit bekannten Größen der Schlagerszene auf der Bühne stehen, Loona wird dabei sein, auch Eberhard Hertel.
Gut 20 Jahre ist es her, dass Alexandros´ Karriere begann, nun erwartet er also die vorläufigen Höhepunkte. Eigentlich ist der 45-Jährige kein prädestinierter Entertainer. In der Jugend sei er recht schüchtern gewesen, sagt Alexandros, keiner, der allzu schnell aus sich rausgeht. Als er im Musikunterricht an der Gustav-Adolf-Schule vor der Klasse vorsingen sollte, habe er sich stets geweigert. Mitte der 1980er-Jahre sang er mal Karaoke in einem Club auf Mallorca, "Ibiza" von Ibo. Ein DJ sprach ihn an, 1987 der erste Auftritt: Alexandros trat in einer Mülheimer Disco auf, interpretierte ein Lied von Frank Farian. Das Musiker-Leben, das Alexandros nun kennenlernte - die Fans, das Tingeln durch die Discos -, all das gefiel ihm: Er nahm Gesangsunterricht, überwand dort wohl auch seine Schüchternheit. "Da musste man Sachen machen, die einem tierisch peinlich waren. Dadurch bin ich abgeklärter geworden." Er lernte den Schlagersänger Wolfgang Andre kennen, der später als Hausmeister Anton Klopotek bekannt werden sollte. Der schrieb ihm Songs, 1991 erschien Alexandros´ erste Single. Inzwischen hat er sich etabliert. Bis zu 50 Auftritte absolviert er jährlich, gibt außerdem Benefizkonzerte, Autogrammstunden, Interviews. Drei Fanclubs hat er, in Gelsenkirchen, im Sauerland und in Brandenburg. Der deutsche Osten, das ist ein gutes Pflaster für Alexandros und seine Sangeskollegen. "In der Ex-DDR sind die meisten Fans, da ist es für uns Künstler am einfachsten." Auch das Ruhrgebiet sei durchaus eine Hochburg des Schlagers, ungern fährt er in den Norden. "Die", sagt Alexandros, "haben mit dieser Musik wenig am Hut."
Für Chris Alexandros, der eigentlich Chrisostomos Kougioumtzidis heißt, bedeuten die Auftritte in Discotheken und Festzelten vor allem eines: Abwechslung. Denn wenn er nicht über die Liebe singt, steht er hinterm Tresen seiner Imbissstube an der Westfalenstraße. 2001, nach dem Tod seines Vaters, übernahm er den Laden. Wie er es hinbekomme, zwei Leben zu führen, das des Gastronomen und das des Künstlers? "Wenn ich unbedingt zu einem Auftritt muss, helfen meine Mutter, meine Frau und meine 17-jährige Tochter mit, die vertreten mich dann." Alexandros ist zufrieden mit sich und der Welt. Er habe sich das neulich mal vergegenwärtigt: "Ich habe einen Plattenvertrag, ein Produzententeam, habe Auftritte zusammen mit großen Namen. Eigentlich habe ich alles, wovon ich früher immer geträumt habe."
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