CDU Herne will Votum für Parteivize nicht überbewerten

Mit 62,5 Prozent zum zweiten Vize der Herner CDU gewählt: Peter Neumann-van Doesburg.
Mit 62,5 Prozent zum zweiten Vize der Herner CDU gewählt: Peter Neumann-van Doesburg.
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Die CDU in Herne will das schlechte Wahlergebnis für OB-Kandidat Neumann-van Doesburg bei der Wahl zum zweiten Kreisvorsitzenden nicht überbewerten.

Herne..  Nach dem schlechten Wahl-Ergebnis von CDU-OB-Kandidat Peter Neumann-van Doesburg auf dem Kreisparteitag der Union übt sich die Parteispitze in Gelassenheit. „Das war keine Überraschung“, sagt van Doesburg zur WAZ. Er hatte von den knapp über 100 Mitgliedern bei der Wahl zum zweiten Parteivize nur 62,5 Prozent der Stimmen erhalten.

Grund für die Schlappe sei zum einen seine Abwesenheit auf dem Parteitag. Wie berichtet, betreut der 58-Jährige, beruflich Gemeindepfarrer in Marl, derzeit eine Seniorengruppe auf Borkum. Zum anderen sei es bei Eickeler Mitgliedern offenbar nicht gut angekommen, dass kein Vorstandsmitglied mehr aus Eickel komme. „PNVD“ freue sich nun auf seine Vorstandsarbeit: „Das passt gut mit dem Posten des OB-Kandidaten zusammen.“

Parteichef Markus Schlüter nennt das Ergebnis für den neuen zweiten Vize „nicht berauschend“, er will es aber auch „nicht überbewerten“. CDU-Parteitage seien für Kandidaten „immer ein Risiko“, gingen dort doch Mitglieder an die Wahlurne und keine Delegierten wie bei der SPD. Soll heißen: Wahlergebnisse hingen bei der Union stark davon ab, welches Mitglied an einem Tag zum Parteitag kommt – oder eben zu Hause bleibt.