Caritas sucht Fachkräfte
13.02.2012 | 13:33 Uhr 2012-02-13T13:33:00+0100
Herne. Wohlfahrtsorganisationen suchen händeringend Personal für die Altenpflege. Auf einem „Tag des Pflegeberufs“ will die Caritas am Samtag, 18. Februar, in die Offensive gehen.
Pflegekräfte haben ausgezeichnete Berufschancen: Wohlfahrtsorganisationen suchen händeringend nach Personal. Während eines „Tags des Pflegeberufs“ will der Herner Caritasverband deshalb am Samstag, 18. Februar, Arbeitskräfte anwerben.
Die Lage sei ernst. „Wenn wir nicht bald junge Leute für diesen Beruf begeistern, bekommen wir in vier, fünf Jahren ein Problem“, sagt Rita Ludwig von der Sozialstation Wanne-Eickel. Vor allem für die Pflege zu Hause gehen die Fachkräfte aus.
Wachsender Markt
Die Caritas bemüht sich nun darum, die „stillen Reserven“ zu mobilisieren, wie es Geschäftsführer Ansgar Montag ausdrückt. Also Jugendliche sowie Berufsrückkehrer (etwa nach der Erziehungszeit) und Quereinsteiger. Die Caritas lockt mit der Aussicht auf individuelle Arbeitszeitmodelle und „Wohlfühl-Angeboten“ wie Selbstverteidigungskursen für Frauen, damit sie sich auf dem frühmorgendlichen Weg zu Patienten sicher fühlen. Während des „Tags des Pflegeberufs“ am Samstag will der Verband umfassend informieren (siehe Kasten).
Die Pflege gilt als stetig wachsender Markt – wegen des demografischen Wandels gibt es immer mehr Pflegebedürftige, während den Pflegern der Nachwuchs fehlt. Die Caritas weiß ebenso wie andere Wohlfahrtsorganisationen, dass die großen Stellschrauben nicht in Herne gedreht werden. Rita Ludwig von der Sozialstation Wanne-Eickel fordert die Politik daher auf, die Rahmenbedingungen zu verbessern: „Die Pflege müsste besser bezahlt werden.“
Ein weiteres Anliegen ist es, das öffentliche Bild des Berufes des Pflegers/der Pflegerin zu verbessern. In diesem Rahmen soll den Gästen am Informationstag die Scheu vor vermeintlichen Niedriglöhnen und schlechten Arbeitskonditionen genommen werden. Denn obwohl die ambulante Pflege mit großer Verantwortung einhergehe, handele es sich doch um eine Berufung, die Spaß und Erfüllung bereite, erklärt Ludwigs Kollege Markus Steinhauer von der Sozialstation Herne.
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Bezahlt sie anständig, beseitigt die Notstände durch Unterbesetzung und sorgt für ein menschenwürdiges Arbeitsklima - dann bekommt ihr auch engagiertes und zuverlässiges Pflegepersonal!!!