BV Herne Süd will für seine Kicker neues Vereinsheim bauen

Noch ist die Kasse nicht gerade prall gefüllt, die Hamdi Cagir, der Jugendleiter von BV Herne Süd, hier zeigt.
Noch ist die Kasse nicht gerade prall gefüllt, die Hamdi Cagir, der Jugendleiter von BV Herne Süd, hier zeigt.
Foto: Fischer
Der Club hat immer mehr Mitglieder und das vom Pfingststurm beschädigte Gebäude platzt aus allen Nähten. Aktionen sollen Sponsoren locken.

Herne..  Der 1913 gegründete Fußball-Verein BV Herne Süd wächst stetig, allein in 2014 gab es über 50 Neuanmeldungen. Das über 50 Jahre alte und 65 Quadratmeter kleine Vereinsheim bietet aber schon lange nicht mehr genug Platz für die Mitglieder, daher sucht der Verein dringend Sponsoren, um ein 70 000 Euro teures Projekt – den Neubau eines 100-Quadratmeter-Gebäudes – stemmen zu können.

Der Pfingststurm 2014 hat das Vordach des Vereinsheimes weggefegt. „Wir haben das dann notdürftig geflickt“, sagt der zweite Jugendleiter und Jugendtrainer Ulf Schwemin. Leider sei es nicht möglich, dies so zu lassen, da die Balken des Vordachs bereits morsch seien, ergänzt Jugend-Geschäftsführer Pascal Schumacher. Und da die Größe des Vereinsheimes für die mehr als 200 Mitglieder nicht ausreiche, wolle die Vereinsführung nun „Nägel mit Köpfen“ machen: „Wir haben bereits einen Bauantrag eingereicht, wollen im Juni das alte Heim abreißen und möglichst schnell das neue Vereinsheim bauen, so dass es zu Beginn der neuen Saison steht “, sagt Schumacher.

Wichtige Begegnungsstätte

Dominik Bönnemann trainiert seit acht Jahren beim BV Herne Süd. „Ich bin vor vier Jahren nach Recklinghausen gezogen und fahre extra dreimal die Woche nach Herne“, erzählt er. Er habe nie darüber nachgedacht, den Verein zu wechseln, da der BV Herne Süd etwas Besonderes sei: „Ein gutes Miteinander steht bei uns im Vordergrund“, erklärt der 19-Jährige. Der Verein sei wie eine zweite Familie, seine Mitspieler seien auch seine engsten Freunde. „Ich hoffe sehr, dass der Neubau klappt, denn die Vereinshütte ist für den Zusammenhalt unter den Spielern wichtig.“ Man müsse, um zusammenzuwachsen, auch neben dem Training Zeit miteinander verbringen, und das gehe nun mal am besten direkt am Platz, meint der angehende Abiturient.

Zu einem Verein gehöre eben nicht nur die Sportstätte, das Heim sei eine wichtige Begegnungsstätte, sagt auch Ulf Schwemin. Es sei wichtig, dass gerade die Kids nach dem Training zusammensitzen könnten. Allein über 200 Kinder zwischen vier und 19 Jahren trainierten dort mehrmals pro Woche. „Bei uns sind die Kids von der Straße weg und machen keinen Blödsinn.“

Die Stadt unterstütze das Projekt mit 35 000 Euro, den gleichen Betrag müsse der Verein zuschießen. Die Club-Führung hat sich deshalb Aktionen ausgedacht, um Sponsoren zu finden: Zum einen werden unter anderem 1913 Kleinstspender gesucht, passend zum Gründungsjahr. Jeder, der mindestens zehn Euro spende, werde namentlich auf dem neuen Vereinswappen in der neuen Hütte genannt. Und für jede Spende ab 1000 Euro werde ein Werbebanner mit dem Namen des Sponsors lebenslang in die Hütte gehängt. „Nicht zuletzt freuen wir uns auch über Sachspenden.“

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