Britta Bogner zeigt in Herne abstrakte Formen aus Farbe und Linie

Britta Bogers vor einer Arbeit in der Städtischen Galerie.
Britta Bogers vor einer Arbeit in der Städtischen Galerie.
Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi
Die Kölner Künstlerin Britta Bogers zeigt ab Freitag neuere abstrakte Arbeiten in der Städtischen Galerie im Schlosspark.

Herne..  Der Titel „Scrap“ - was soviel heißt wie „Stanzabfälle“ oder Schnipsel - verweist auf ihre Arbeit mit ausgeschnittenen Formen, wobei positive wie negative Formen in ein Wechselspiel treten.

Bilder „wachsen“

Britta Bogers (Jahrgang 1964) erprobt abstrakte Grundformen aus Farbe und Linie in serieller Variation. Auf großformatigem Papier von bis zu 1,50 mal zwei Metern entstehen flächengreifende Raster ähnlicher Elemente. Eine einfache Form erhält durch Teilung und Vervielfältigung, Drehung und Spiegelung eine Komplexität. Die Bilder „wachsen“, während sie an ihnen arbeitet.

Nach einer Grundierung mit Gesso, einem Halbkreidegrund, trägt Britta Bogner Acrylfarbe auf. Sie arbeitet mit Pinsel, Schablonen und Druckstöcken, deren Form sie selbst aus Gummi herausschneidet, was den Linien einen individuellen Charakter verleiht.

Andere Arbeiten auf Nessel sind in ihrer Form inspiriert von englischen Barockgärten. Im Obergeschoss ist außerdem eine Serie kleinformatiger Collagen zu sehen, in denen Britta Bogers ausgeschnittene Fotos von Porzellangefäßen zu neuen Formen zusammensetzt. Durch eine großzügige Hängung erlaubt die Künstlerin der Arbeiten, mit dem Raum in Verbindung zu treten.

Die Ausstellung wird am Freitag, 3. Juli, um 19 Uhr in der Städtischen Galerie am Karl-Brandt-Weg 2 eröffnet. Museumsleiter Oliver Doetzer-Berweger begrüßt die Besucher. Die Kölner Kunsthistorikerin Sabine Elsa Müller führt in die Ausstellung ein. Mehr auf www.brittabogers.de