Brigitte Bailer stellt in der GEA-„Rotunde“ aus

Die Künstlerin Brigitte Bailer  vor ihren Werken.
Die Künstlerin Brigitte Bailer vor ihren Werken.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Dortmunder Künstlerin Brigitte Bailer stellt in der GEA-„Rotunde“ aus. Es ist die vorerst letzte Schau an dieser Stelle .

Herne..  Einen Überblick über ihr künstlerisches Schaffen der letzten zehn Jahre zeigt die Dortmunderin Brigitte Bailer seit Sonntag in der Reihe „Kunst in der Rotunde“ im GEA-Center an der Dorstener Straße. „Arc of Suspense“ – Spannungsbogen – nennt sie ihre Ausstellung.

Brigitte Bailer arbeitet immer in bestimmten Werkgruppen, in denen sie sich mit einem bestimmten Material auseinandersetzt. „Ausgangspunkt meiner Arbeiten ist immer das Material an sich, das mich fasziniert und inspiriert“, schreibt sie selbst.

Ihre Malerei reduziert Brigitte Bailer oft auf wenige Farben, in die sie Fundstücke oder Wellpappe einbettet. Mal herrscht Blau vor, mal sind es Schwarz-Weiß-Kontraste. In diesen Bildern entstehen noch Assoziationen von Landschaften oder auch konstruktiven Räumen.

In einer Werkgruppe nutzt sie Metallplatten, die ihr als Malgrund dienen. Sie trägt dünne durchscheinende Farben auf, lässt die Pinselspuren bewusst stehen. So entstehen Kontraste zwischen den glänzenden Platten und der verlaufenden Strukturen der Farben. Verschiedene Bildebenen schaffen hier räumliche Tiefe.

In einer anderen Werkgruppe werden die Metallplatten der Witterung oder Chemikalien ausgesetzt, damit sie sich verändern. Die bearbeiteten Platten montiert Brigitte Bailer dann auf große Leinwände, um mit Farben und Formen auf die zufällig entstandenen Strukturen zu reagieren. Sie werden weiter gemalt oder mit Malerei kontrastiert. Es entsteht ein Wechselspiel zwischen vorgefundenen zufälligen Gebilden und kompositorischen Elementen.

Kombination von Stoffen

In einer weiteren Werkgruppe werden aus den Bildern Reliefs und in den Raum ragende Wandobjekte. Die metallischen Platten werden mit so unterschiedlichen Materialien wie Papieren, Zeitungsresten, Drähten, Garnen und Stoffen kombiniert. Gerade diese Objekte leben von der unterschiedlichen Stofflichkeit der verwendeten Dinge.

Brigitte Bailers Arbeiten leben aus den Kontrasten der unterschiedlichen Materialien. Das ist mal spannend, mal aber auch eher kitschig und dekorativ. Ärgerlich bei solch einer Übersichtsausstellung ist, dass bei den Bildbeschriftungen das Entstehungsjahr fehlt. So ist der Betrachter auf Vermutungen angewiesen, welche Gruppen auf welche aufbauen.

„Arc of Suspense“ im GEA-Center, Dorstener Straße 484, bis Juni (mo-fr, 8 bis 17 Uhr).