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Kunst setzt Lauf der...

Boah, voll der Mond!

17.12.2009 | 19:20 Uhr
Boah, voll der Mond!

Einmal Vollmond – immer Vollmond! So was gibt es nur in Wanne-Eickel. Das Ehepaar Sabine und Matthias Brauckmann setzt den Lauf der Gestirne außer Kraft. Zu Recht, weil: Kunst darf das.

Seit 2005 pflegen die Fotografin und der Grafik-Designer ihr Projekt „Unterm Mond”. Das Rezept ist ebenso einfach wie erfolgreich: Man nehme eine populäre Wanne-Eickeler Örtlichkeit, bescheine sie mit dem Mond (volle Portion) und rühre das Ganze kraftvoll-kreativ unter der Zugabe feiner ästhetischer Mittel. Und fertig ist ein optischer Leckerbissen, ein Kunstgenuss nachdem sich nicht nur, aber vor allem, Wanne-Eickeler Ureinwohner die Finger lecken.

Zehn Linolschnitte sind so unterm Mond von Wanne-Eickel entstanden. Ihre Motive sind der Doppelturm der Zeche Pluto-Wilhelm, die Löwenkirche, das Wanne-Eickeler Rathaus, ein Krummer Hund am Kanalhafen, die drei Männer vom gleichnamigen Eck, der Saalbau, der zum Palast wurde, die Johanneskirche zu Eickel, die Cranger Kirmes, eine Kanalbrücke und das Emscherpferd. „Im kommenden Jahr wollen wir das Dutzend vollmachen”, sagt Matthias Brauckmann, der der Serie eigentlich noch in 2009 ein neues Motiv hinzufügen wollte: „Aber irgendwie sind wir nicht mehr dazu gekommen.” Den Hauptbahnhof hat das Ehepaar für den elften Linolschnitt ins Auge gefasst. „Nicht von vorn, da hat man ihn durch den Glasvorbau verhunzt, sondern von hinten”, verrät Sabine Brauckmann. Zu Ostern soll er fertig werden.

Die Linolschnitte haben etwa das Format 20 x 20 cm und sind in einem aufwändigen Verfahren mit bis zu fünf Druckstöcken, je nach Anzahl der verwendeten Farben, angefertigt worden. Matthias Brauckmann: „Wir wollen die Dinge zeigen, wie sie heute sind und nicht in einer nostalgischen Rückschau der Vergangenheit nachhängen. Deshalb orientieren wir uns nicht an historischen Foto-Dokumenten, sondern Sabine macht aktuelle Fotos, deren Motive ich dann in Linolschnitte umsetze.”

Für das Jahr 2011 wollen die Brauckmanns übrigens, wenn das zwölfte Unterm-Mond-Motiv fertig ist, einen Postkarten-Kalender anbieten. „Vielleicht in Kooperation mit der Wanne-Eickeler Gesellschaft für Heimatkunde. Wir haben schon erste Gespräche geführt”, sagt die Fotografin und ihr Ehemann fügt hinzu: „Wir sind uns dessen bewusst, dass man mit einem Kalender keinen großen Reibach machen kann – so wie mit dem ganzen Kunstprojekt nicht. Wir wären schon froh, wenn wir kostendeckend arbeiten könnten.”

Wer sich einen Überblick über das Kunst-Projekt verschaffen möchte, kann dies auf der schön gestalteten Webseite www.unterm-Mond.de tun.

Dort beschreiben Sabine und Matthias Brauckmann ihre Idee, informieren ein wenig über den Mond an sich sowie Wanne-Eickel im Besonderen und präsentieren alle bisherigen Motive. Sabine Brauckmann: „Über dieses Seite kann man uns auch kontaktieren, wir freuen uns über jede Anregung, für neue Motive, die man im Projekt umsetzen könnte.”

Bernd Nickel

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Kommentare
18.12.2009
21:55
Boah, voll der Mond!
von CMB | #3

Ich hab alle von den Linoldrucken und warte schon auf die nächsten. Die Dinger finde ich hammergeil, obwohl ich sonst mit Kunst nix am Hut habe.

18.12.2009
10:32
Boah, voll der Mond!
von MatthiasB | #2

Bookeaterin...? Wer kann das denn sein? Bin am rätseln... So oder so - nette Feiertage wünsche ich.
PS: Freue mich über Einträge in unser Gästebuch www.unterm-mond.de/kontakt/gästebuch

18.12.2009
07:09
Boah, voll der Mond!
von bookeaterin | #1

Tja, Matthes. Da muss ich warten, bis ich Dich in der Zeitung sehe....

Weiter so...

Möglicherweise begegnen wir uns mal wieder per Zufall

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