Bischof diskutierte mit Leiter der Agentur für Arbeit

Der Essener Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Luidger Wolterhoff, Leiter der Agentur für Arbeit Herne und Bochum, trafen sich vor wenigen Tagen zu einem Gespräch. Die Beschäftigung steigt überall im Lande stetig an, nicht ausreichend qualifizierte Arbeitslose profitieren allerdings nur unzureichend von den Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt.

Fehlende Ausbildung, gesundheitliche Einschränkungen und längere Arbeitslosigkeit würden die Integration, so der Agenturchef, deutlich erschweren. „Darüber hinaus wird sich Qualität der Arbeit zukünftig weiter stark verändern. Nach den Ereignissen bei Opel im letzten Jahr verläuft der Strukturwandel in Bochum rapide in die nächste Phase“, erklärt Wolterhoff.

Neben der individuellen Betreuung und Beratung der Arbeitslosen sei Präventionsarbeit unerlässlich. Agentur und Kirche sehen sich nicht nur bei diesem Thema gleichermaßen in der Pflicht. Die kirchlichen Einrichtungen engagieren sich bereits seit vielen Jahren, benachteiligte Menschen in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu integrieren.

„Strukturwandel heißt, dass wir uns auf dynamische Prozesse einlassen müssen. Die Entwicklungen im Ruhrgebiet waren seit langem absehbar. Wir müssen aber auch und vor allen Dingen Arbeitsplätze schaffen, ohne die viele Menschen hier weder leben wollen noch können“, erklärt Bischof Overbeck.