Bezirk Wanne diskutiert Parksituation am Rheumazentrum

Anwohner beklagensich zunehmend über die Parksituation rund um das Rheumazenztrum in Wanne-Nord.
Anwohner beklagensich zunehmend über die Parksituation rund um das Rheumazenztrum in Wanne-Nord.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Zunehmende Klagen von Anwohnern über die Parksituation an der Rheumaklinik beschäftigten den Bezirk Wanne. Die Stadt will ein Parkkonzept erarbeiten.

Wanne-Eickel..  Seit das Rheumazentrum Ruhr an der Claudiusstraße im Wanner Norden im vergangenen Jahr in Betrieb genommen wurde, klagen die Anwohner zunehmend über eine „katastrophale“ Parksituation. Besucher und Mitarbeiter belegten in den (Wohn-)Straßen ringsum die Stellplätze, Anwohner müssten oft mehrere Runden drehen, um parken zu können, so die SPD bei einer Anfrage in der Sitzung der Bezirksvertretung Wanne.

Anwohner organisieren Treffen

Die Stadt, erklärte Josef Becker, Leiter des Fachbereichs Tiefbau, erarbeite zurzeit ein Parkraumkonzept für den Bereich, das auch die Rheumaklinik berücksichtige. Wann es fertig sei, konnte er allerdings nicht sagen. Als praktikabelste Lösung sieht Becker eine nach Zonen gestaffelte Parkraumbewirtschaftung an. Von Anwohnerparkplätzen, die in Herne sehr restriktiv gehandhabt würden, hält er nicht viel: „Sie erhöhen lediglich die Chance, einen Parkplatz zu finden, sind aber keine Garantie dafür.“

Günter Nierstenhöfer von den Piraten/AL und selbst Anwohner in dem Bereich, wies darauf hin, dass die Situation sich rapide verschlechter habe, seit für die Benutzung des Klinik-Parkplatzes Gebühren erhoben werden. „Der Parkplatz ist oft mehr oder weniger leer, die Straßen sind voll“, kritisierte er und legte selbst erhobene Zahlen dazu vor. Für Dienstag, 10. Februar, 19 Uhr, laden er und einige Mitstreiter zu diesem Thema zu einer Bürgerversammlung in das Kolpinghaus Wanne ein.

Eine Entschärfung der Parksituation erhofft sich die Politik außerdem durch eine bessere Anbindung an den ÖPNV durch eine zusätzliche Haltestelle an der Claudius-/Rathausstraße. Die Bezirksvertretung bat die Verwaltung, mit den Verkehrsbetrieben Gespräche dazu aufzunehmen.

St. Elisabeth-Gruppe nimmt Stellung

Auf Anfrage der WAZ erklärte Theo Freitag, Geschäftsführer der St. Elisabeth-Gruppe, zu der das Rheumazentrum gehört, die Klinik habe mit 60 Parkplätzen auf dem Gelände der Klinik für Patienten und Mitarbeiter zu sehr günstigen Tarifen die Möglichkeit geschaffen, ihre Wagen zu parken.15 Minuten seien kostenfrei, darüber hinaus sei ein Euro pro Stunde zu zahlen - für maximal viereinhalb Stunden, selbst wenn der Wagen 24 Stunden dort stehe. Die Mitarbeiter zahlten für einen Stellplatz an der Klinik 30 Euro im Monat. Außerdem stehe für sie an der Kolpingstraße ein kostenfreier Parkplatz und am Diesterwegplatz einer zu vergünstigten Konditionen zur Verfügung. Solange es kein umfassendes Parkkonzept seitens der Stadt für den Bereich gebe, lasse es sich jedoch nicht verhindern, dass immer zuerst die kostenfreien Parkplätze in den Straßen genutzt würden.