Betrunkener Herner zwingt Regionalexpress nach Mayday-Besuch zur Notbremsung

Kurz nach der Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof Dortmund musste ein Regionalexpress eine Notbremsung einleiten Schuld war ein 29-jähriger betrunkener Herner.
Kurz nach der Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof Dortmund musste ein Regionalexpress eine Notbremsung einleiten Schuld war ein 29-jähriger betrunkener Herner.
Foto: Franz Luthe/ WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Ein 29-jähriger Gleisgänger hat Sonntagmorgen einen Regionalexpress kurz nach der Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof Dortmund zum Stehenbleiben gezwungen. Dann versuchte der Mann aus Herne in den Zug zu steigen, blieb wegen seiner Volltrunkenheit jedoch zwischen zwei Wageneinheiten stecken.

Dortmund/Herne.. Ein feucht-fröhlicher Besuch bei der Mayday in Dortmund endete für einen 29-jährigen Herner in Polizeigewahrsam. Das teilt die Bundespolizei am Montagmittag mit.

Gegen 9 Uhr am Sonntagmorgen war der Mann auf den Gleisen am Dortmunder Hauptbahnhof unterwegs. Kurz nach der Bahnhofs-Ausfahrt entdeckte ihn dort der Triebfahrzeugführer eines Regionalexpress und leitete eine Schnellbremsung ein.

Offensichtlich verstand der Gleisgänger dies als Aufforderung, in den Zug einzusteigen. Er kletterte zwischen zwei Wageneinheiten und versuchte von dort in das Zuginnere zu gelangen. Als er bemerkte, dass sein Vorhaben nicht erfolgversprechend war, schaffte der Mann es vermutlich wegen seiner Trunkenheit nicht mehr, eigenständig zwischen dem Wagonzwischenraum hervorzuklettern.

Freunde auf der Mayday verloren

Bundespolizisten befreiten den Mann aus seiner misslichen Lage und nahmen ihn mit zur Wache am Hauptbahnhof Dortmund. Dort stellte sich heraus, dass der Herner auf der Mayday in der Dortmunder Westfalenhalle gefeiert hatte. Im Verlauf des Abends hatte er jedoch seine Freunde verloren und versuchte auf eigene Faust nach Hause zu reisen. So begab er sich im Bereich der Straße Oestermärsch in den Gleisbereich und somit in tödliche Gefahr.

Weil der 29-Jährige mit 2,28 stark betrunken war, blieb er vorerst im Gewahrsam der Bundespolizei. Nach seiner Ausnüchterung begriff er laut Bundespolizei, in welcher Gefahr er sich befunden hatte und zeigte sich einsichtig. Anschließend konnte er die Wache wieder verlassen.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Personen wurden durch die Schnellbremsung nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt.

Durch das Verhalten des 28-Jährigen musste die Strecke in der Zeit von 9.01 Uhr bis 9.15 Uhr gesperrt werden. Acht Züge verspäteten sich um insgesamt 100 Minuten.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei auf die Gefahren im Gleisbereich hin.