Beschilderung ist mangelhaft
09.02.2012 | 18:33 Uhr 2012-02-09T18:33:00+0100
Wanne-Eickel. Die Polizei kontrolliert verstärkt in der Wanner Fußgängerzone. Lieferzeiten werden von Fahrern und Radlern ignoriert.
Bilel Helaeli wird die Nummer elf in dieser Woche sein. Als der 29-Jährige von der Kolpingstraße in den nördlichen Bereich der Wanner Fußgängerzone fährt, hat Polizeioberkommissar Herbert Schrade den Pkw-Fahrer schon fest im Blick. „Da haben wir den Ersten“, sagt Schrade. Dabei geht sein Rundgang gerade erst los. 25 Euro kostet den Bottroper Helaeli, der bestellt worden war, um eine Alarmanlage zu installieren, der kurze Weg von gerade einmal zehn Metern. Damit reiht er sich in die Liste derer ein, die in dieser Woche von den Gesetzeshütern in grün und blau mit einer schriftlichen Verwarnung bedacht wurden. „Der Fahrer ist außerhalb der Lieferzeiten unterwegs und befährt die Hauptstraße, die in diesem Bereich außerhalb der Geschäftszeiten eine Einbahnstraße ist, in die falschen Richtung“, erklärt Schrade, der an diesem Donnerstagmorgen mit drei Kollegen und zwei Mitarbeiterinnen des Ordnungsamts in der Fußgängerzone nach dem Rechten schaut. Der Bereich zwischen Claudiusstraße und Kolpingsstraße/Lortzingstraße war bis zum 1. April letzten Jahres verkehrsberuhigt. Versuchsweise, für ein Jahr. Weil es zu mehreren für Fußgänger kritischen Situationen gekommen war, wurde der Bereich zur Hauptgeschäftszeit wieder gesperrt. Auch für Radler: Für sie ist das Fahren außerhalb der Lieferzeiten von 19 Uhr bis 10 Uhr morgens ebenso verboten wie für Warenzulieferer. Anders als für Fahrzeughalter heißt es für Drahteselfreunde indes: Im Zweifel für den Angeklagten. „Die Beschilderung ist nicht eindeutig. Es gibt Schilder, die das Fahrradfahren erlauben.“ Und tatsächlich: An der Ecke Claudiusstraße findet sich eine Relikt aus der Zeit vor April 2011: Das Schild erlaubt das Befahren in beide Richtungen – ohne zeitliche Beschränkung. „Wir hatten deshalb schon Kontakt zur Stadt, bislang ist allerdings nichts passiert.“ Ein Zusatzschild mit den Zeiten würde hier helfen. „Mittlerweile sollte trotzdem auch der Dümmste begriffen haben, dass hier kein Durchfahren mehr ist“, findet Schrade. Immerhin habe man damals intensiv über die Änderung informiert – in Bürgergesprächen und via Medien.
Der 42-jährige Gladbecker, der dem Ordnungstrupp gegen 11.30 Uhr praktisch in die Arme fährt, weiß indes nichts von dem Verbot, wie er beteuert. Der Mann arbeitet erst seit kurzem in Wanne. Er zeigt sich einsichtig: „So sind die Spielregeln. Wie viel muss ich denn zahlen?“, fragt er uns Pressevertreter. 20 Euro, rät er und ist positiv überrascht, als es fünf Euro weniger sind. „Mal gewinn ich, mal verlieren die anderen“, scherzt er. Er darf das Stück bis zur nächsten Seitenstraße weiterfahren. Eigentlich war vorgesehen, dass er die Fußgängerzone an diesem Punkt verlässt. Doch anscheinend ist die Freude über den gewonnenen Fünfer ein Ablenkungsfaktor, er fährt weiter. „So undeutlich sprichst du doch gar nicht, Herbert“, grinst Kollege Ulrich Turowsky. Mit Beschimpfungen habe man übrigens äußerst selten zu tun in Wanne. Dafür gebe es in der Regel weit mehr Verkehrssünder zu verzeichnen: „Das ist der Vorführeffekt, jetzt, wo die Zeitung dabei ist.“
20:02
Und wer kontrolliert die Polizeistreifen, die früh morgens und in den späten Nachmittagsstunden mit völlig unzureichender Beleuchtung über die Einkaufsstraßen rollen, um dann vor Bäckerei, Eisdiese oder Bratwurstbude zu halten und für die Kollegen einzukaufen?
21:32
Die Beschilderung ist nicht mangelhaft ... als Autofahrer kann man sie erkennen , wenn man nicht gerade mit 60 in der Seitenstr. on Tour ist.
Mangelhaft ist eher der Wille , die Fußgängerzone als solche zu aktzeptieren.
Auch das ständige überqueren ist schon gefährlich für die Pssanten.
Es wird langsam Zeit für STÄNDIGE Kontrollen....fast wie an der Kinokasse ....die Kraftfahrer fahren Schlange zum bezahlen !....wers braucht....wers hat ?!
20:23
Mit nennenswerten Läden kann unsere City nicht m e h r aufwarten, jedoch das Passieren der Fußgängerzone ist nicht nur für ältere MitbürgerInnen und Mütter mit Kinderwagen gefährlich und es bleibt zu hoffen, daß unsere Ordnungshüter dort täglich anzutreffen sind.
19:19
Endlich passiert mal was!!!! Bitte weiter so,und das zu verschiedenen Zeiten.