Behörden machten Probleme
10.02.2009 | 16:55 Uhr 2009-02-10T16:55:26+0100Mit der Bibelmission war Eberhard Wirtz diesmal in Weißrussland unterwegs. Unter anderem half er bei der Renovierung von Schulen. Der Zutritt zu Waisenhäusern wurde der Gruppe jedoch verwehrt
Der stressigste Teil der Anreise war nicht die 1300-Kilometer-Fahrt in den ehemaligen Ostblock. Vielmehr erwies sich die Strecke von Eberhard Wirtz´ Wohnung in Wanne-Mitte nach Detmold, dem Treffpunkt der Weißrussland-Reisenden, als kurze, aber schlauchende Distanz. "Ich wollte frühmorgens los, aber zu dieser Zeit bekam ich kein Taxi für die Fahrt zum Hauptbahnhof", sagt Wirtz. "Also hab´ ich meine Koffer auf einen Schlitten gepackt und bin zu Fuß dahin. Den Schlitten habe ich an einen Passanten verschenkt. Der hat sich gefreut, der ist für seine Kinder, hat er gesagt."
Der 70-Jährige hat sich im Januar auf eine weitere abenteuerliche Reise begeben: Mit der Bibelmission reiste er nach Weißrussland, half bei der Renovierung von Schulen, verteilte Stofftiere und Süßigkeiten an arme Kinder. Viele Pakete hätten die Wanne-Eickeler im Rahmen der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" gespendet, sagt Wirtz, "dafür herzlichen Dank". Kinder wie Gemeindemitglieder freuten sich über die Präsente aus Deutschland, die Behörden jedoch legten den Ehrenamtlichen Steine in den Weg. Der Zutritt zu Waisenhäusern, von denen Wirtz sich bei seiner letzten Weißrussland-Reise 2007 noch ein genaues Bild machen konnte, wurde ihm und seinen Mitstreitern diesmal verwehrt, "wir mussten die Geschenke also in der Gemeinde verteilen." Auch die Einheimischen, so Wirtz, leiden unter der Willkür des Staates. "Viele Gesetze, die die beschließen, werden nie veröffentlicht, um bei Missachtung Bußgeld zu kassieren." Beinahe hätte der Konflikt mit den Staatsoberen die Heimfahrt der Missionare verhindert: Ihr Kleinbus wurde ohne nähere Begründung konfisziert, erst nach Zahlung von 970 Euro "Zollgebühr" bekamen sie ihn wieder - einen Tag vor der geplanten Fahrt nach Deutschland.
Doch solche Eingriffe bedeuten für Eberhard Wirtz keine ernsthaften Probleme. Er hat anderes erlebt. In Brasilien wurde er während einer Fahrt im Langstreckenbus mal von einer bewaffneten Bande überfallen und ausgeraubt, ebenso in Ghana. "Diesen Stress stecke ich weg, das ist Übungssache." Mit 16 fuhr er das erste Mal per Anhalter nach Jugoslawien, seit 25 Jahren ist er in der ganzen Welt unterwegs, spendet, hilft. Er hat 30 Patenkinder, u.a. im Kosovo, in Kasachstan, Ghana, Brasilien und Weißrussland. Dreimal jährlich schreibt er ihnen einen Brief, legt auch die WAZ-Berichte über seine Reisen bei, "die Kinder freuen sich drüber." "Die letzten 25 Jahre, seitdem ich regelmäßig reise, waren die spannendsten meines Lebens."
"Normal Urlaub machen, am Strand liegen, das ist nichts für mich", sagt Wirtz, der bis zu seiner Pensionierung als graphischer Zeichner bei der Stadt Herne arbeitete. "Ein bisschen Abenteuer muss schon dabei sein." Dennoch: Im Vordergrund steht für ihn die soziale Verantwortung, dafür bekam er 1995 das Bundesverdienstkreuz. Vor einigen Wochen sprach er mit einem Vertreter der Mission Ost-West. Man habe für die Hilfseinsätze im Kosovo kein Auto mehr, das alte sei geklaut worden. Nun fehle es an Geld, ein neues zu organisieren, klagte der Missionar. Wirtz überlegte erst gar nicht lange: Er verschenkte seinen eigenen Wagen, die Spende sei schließlich für einen guten Zweck. Nun fährt Wirtz Fahrrad - oder Schlitten.
17:00
Das liest sich wie eine Nachkriegsgeschichte. Und ist auch eine freie Erzaehlung zum Zweck der Diffamierung der belarussischen Regierung.
Ich lebe seit einigen Jahren hier in Belarus und lese aus den westlichen Medien, dass ich in einer brutalen Diktatur lebe. Nur.......diese Diktatur....ich erlebe sie nicht.
Abgesehen davon ist die Armut in der Bundesrepublik wesentlich groesser als in Belarus.
Das was diese Gruppe hier angeblich verschenkt hat, gibt es hier in Ueberfluss.
Nachfragen bei den verschiedensten Hilfsorganisationen erbringen diesen Beweis