Badewannenrennen im Lago in Herne

Tim Wölke, Dustin Izgi, Laura Urbaniak und Elissa EL-Kassem (v.l.) sind schon Probe gefahren.
Tim Wölke, Dustin Izgi, Laura Urbaniak und Elissa EL-Kassem (v.l.) sind schon Probe gefahren.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zu Beginn der Sommerferien steigt im Sodinger Freibad die Vorrunde zur Weltmeisterschaft. Mitmachen kann jeder. Es geht um den Spaß.

Herne..  Badewannenkapitäne aufgepasst - im Lago-Freibad geht es bald auf große Fahrt. In zwei Wochen heißt es dort bei der ersten Weltmeisterschaft im Badewannenrennen: ran an die Ruder. Wer sich den Titel des Stadtmeisters holt, qualifiziert sich automatisch für die Endrunde im November in Duisburg.

Veranstalter Rainer Braun kann es kaum erwarten. Er nennt sich selbst einen „verrückten Schwaben“. Die Idee zu der ausgefallenen Eventreihe mit in diesem Jahr insgesamt 90 Stationen in Deutschland, Österreich, Italien, Luxemburg, Tunesien, Ägypten und der Schweiz kam ihm - wie könnte es anders sein - bei einem Wannenbad. „Im Nebenzimmer lief Formel 1 und plötzlich wusste ich: Das wird mein nächstes Projekt“, erzählt er.

Platz für zwei Personen

Das war vor drei Jahren. Gut sechs Monate tüftelte der Eventmanager danach an den Badewannen, bis er vor zwei Jahren die erste Deutsche und im vergangenen Jahr die erste Europameisterschaft im Badewannenrennen austrug. Die Wettkämpfe sind mittlerweile bekannt dafür, dass viele ihre Teilnehmer in möglichst auffälligen Kostümen antreten. Bei der Badewannengestaltung haben sie derweil kein Mitspracherecht. Braun stellt vier verschiedene Exemplare zur Verfügung. „Niemand muss seine eigene Badewanne ausbauen und mitbringen“, lacht er. Das Geheimnis der handelsüblichen, aber schwimmenden Wannen? „Das bleibt auch meins“, meint der Schwabe mit einem Augenzwinkern.

Hauptsache ist: Die bunt bemalten, auffällig dekorierten Wannen haben genug Auftrieb, um je zwei Personen über Wasser zu halten. Vorausgesetzt, die Kapitäne bleiben auf Kurs. Nur mit zwei losen Paddeln in den Händen ist das gar nicht so einfach, sondernziemlich wackelig. „Das ist komplizierter, als es aussieht, macht aber echt viel Spaß“, meint Elissa El-Kassem, die am Montag bei der Pressekonferenz für eine Probefahrt mit Freundin Laura in die pinke Wanne „Shopping Girls“ stieg. Auch ihre Schulkameraden Dustin und Tim stellen sich in der schwarzen „Black Pearl“ nicht besser an, lachten sich aber Schlapp.

Spaß beim Sieg

„Der Spaß steht im Vordergrund“, betont Rainer Braun. Deshalb laufe der Wettkampf und den Stadtmeistertitel auch ganz formlos im K.O.-System ab: „Es treten immer vier Zweierteams gegeneinander an und dann wiederum die Besten gegeneinander, bis wir einen ersten bis dritten Platz küren können“, erklärt Braun. Die beiden Sieger dürfen am 21. November gegen die anderen rund 90 Stadtmeister aus Europa und Afrika antreten.