Authentische Musik aus Mosambik in der Herner Künstlerzeche

Cheny Wa Gune trat im Rahmen der Konzertreihe Klangkosmos Weltmusik mit Musik aus Mosambik in der Herner Künstlerzeche Unser Fritz auf.
Cheny Wa Gune trat im Rahmen der Konzertreihe Klangkosmos Weltmusik mit Musik aus Mosambik in der Herner Künstlerzeche Unser Fritz auf.
Foto: MARTIN KERSTAN FOTOGRAFIE / FUNK
Was wir bereits wissen
In der Reihe Klangkosmos Weltmusik verbreiten Cheny Wa Gune und seine Begleiter aus Mosambik mit rhythmischen Klängen echte Lebensfreude.

Herne..  Ein bisschen sehen sie aus wie verspätete Karnevalisten, die drei Musiker der Gruppe Cheny Wa Gune, wenn sie an diesem Sonntagabend in bunt-schillernden Gewändern die Bühne in der Künstlerzeche betreten. Aber sobald die Musiker beginnen, die Klänge und Traditionen aus ihrem Heimatland Mosambik vorzustellen, verfliegt diese Assoziation sofort. Denn schon bei den ersten, sich hypnotisch wiederholenden Gesängen, untermalt von einem Trommelfeuerwerk, ist klar: Hier ist nichts verkleidet oder gestellt, Auftreten und Musik sind lebensecht und authentisch.

Mbila nennt man das große xylophonähnliche Instrument, das Bandleader Cheny Wa Gune mit zwei Schlägeln virtuos und mitreißend spielt. Ein beeindruckender, einmaliger Klang, nicht umsonst ist das große Instrument Unesco-Weltkulturerbe, wie Cheny Wa Gune auf Englisch erklärt. Celso Mahuaie sitzt mal auf der großen Trommel, an anderer Stelle tanzt sie, geradezu entfesselt, oder singt im Wechsel mit den beiden Männern. Der dritte im Bunde, Xixel Langa, trommelt eindringlich an den Bongos. Die Musik klingt mal ursprünglich, dann wieder erstaunlich modern. „Chopi Tmbila Groove“ heißt die Mischung aus Bewahren und Erneuern der Musiktradition des afrikanischen Landes.

In den Liedern der Gruppe geht es um Liebe, Friedensgebete oder die Bitte nach Regen, meist präsentieren die Musiker sie schwungvoll und dynamisch. Der Rhythmus ist das bestimmende Element der Lieder, und die Melodien sind eingängig. So kann das Publikum auf Zuruf direkt mit in die Songs einsteigen. Die ruhig-verträumten Lieder am Ende begleitet Cheny Wa Gune dann mit Mbira, einem „Daumenklavier“, das ein bisschen nach Glockenspiel klingt. Am Schluss wird es wieder feurig, wenn die Musiker unter dem Schlussapplaus des begeisterten Publikums von der Bühne springen und direkt vor ihm tanzen. Einige Mutige schließen sich den Musikern aus Mosambik an, die an diesem Abend mit ihrer Musik echte Lebensfreude verbreitet haben.