Auszeichnung für Buschmannshof

Foto: Hans Blossey

Für den neu gestalteten „Buschmannshof“ erhielten der Wanne-Eickeler Architekt Axel Hummert sowie Projektleiterin Silke Tinnefeld vor wenigen Tagen einen der ersten Plätze bei der „Auszeichnung guter Bauten“, die der Bund Deutscher Architekten alle vier Jahre vergibt. Damit qualifiziert sich das Projekt für den Architekturpreis NRW.

Der Buschmannshof ist das Foyer zur Innenstadt von Wanne-Eickel, zentraler Platz für Bürgerfeste und Veranstaltungen, Aufenthaltsort am Beginn der Fußgängerzone und einer der wichtigsten und meistfrequentierten ÖPNV-Knotenpunkte im gesamten Herner Stadtgebiet. Das Projekt umfasste die Neugestaltung des gesamten Platzes, die Planung einer Überdachung für die Bus- und Straßenbahnhaltestelle, einen Kiosk und ein kleines Technikgebäude sowie die Funktionsmöblierung für die Haltestelle. Rund 8000 Fahrgäste nutzen werktäglich den modern überdachten Anlaufpunkt.

Die Jury schreibt in Ihrer Begründung: „Das Projekt ist weit mehr als die Überdachung einer ÖPNV-Haltestelle. Der ehemals unsortiert und unübersichtlich wirkende Platz erfährt durch die markante Dachkonstruktion des ÖPNV-Bahnhofs und die großzügige Platzgestaltung, mit rahmendem Ziegelmauerband, Natursteinpflasterfläche, Baukarree, Wasserspielfläche und Boulebahn, eine neue gelungene Zonierung, deren Gliederung und Materialität sich aus der teilweise sehr qualitätvollen umgebenden Ziegelarchitektur der 1930er Jahre ableitet. Das trotz seiner Größe filigran wirkende 93 Meter lange Dach fügt sich durch seine dynamische Formgebung und leichte Stützkonstruktion überzeugend in den städtebaulichen Kontext ein. Die gestalterische Einheit von Bauwerk und Platzgestaltung wird von der Jury besonders gewürdigt und trägt zur signifikanten Aufwertung der stadträumlichen Situation bei.“