Das aktuelle Wetter Herne 12°C
Ausstellungen

Ausstellungszyklus "Liquid Area" - eine Region in Bewegung

10.12.2009 | 08:05 Uhr

Herne. Vier Ausstellungen an jeweils zwei Standorten von jeweils zwei Künstlern - macht 16 Ausstellungen, auf die sich die Besucher der Städtischen Galerie Schloss Strünkede und der Flottmann-Hallen im nächsten Jahr freuen dürfen.

Es sind jedoch eigentlich keine Einzelausstellungen, sondern Beiträge zum Ausstellungszyklus „Liquid Area”, mit dem sich Herne an dem Verbundprojekt „Mapping the region” von 20 RuhrKunstMuseen (RKM) beteiligt, die sich anlässlich des Kulturhauptstadtjahres 2010 zur Kooperation entschlossen haben.

„Mapping the region” meint, eine Kartierung der Region anzulegen. „Das kommt eigentlich aus der Landart” sagt der Herner Künstler Erich Füllgrabe, der gemeinsam mit seinem Kollegen Dirk Schlichting das Herner Projekt vorangetrieben hat. „Lebensräume werden unter unterschiedlichen Aspekten betrachtet, kartiert, in unserem Fall mit Mitteln der Kunst.” Und da Herne sich schon sehr früh als übergreifendes 2010-Thema auf „Wasser” festgelegt habe, sei es naheliegend gewesen, es auch als Ausstellungsthema aufzugreifen: „Liquid Area”, was sich mit bewegtem oder flüssigem Gebiet übersetzen lässt. „Das Ruhrgebiet ist ständig in Bewegung, Menschen wandern ein, andere gehen weg, es verändert sich hier ständig, alles ist im Fluss”, erklärt Füllgrabe.

Wasser - künstlerisch

Jedes der 20 RuhrKunstMuseen, zu denen so große wie Folkwang Essen oder Ostwall Dortmund ebenso gehören wie kleinere, werden im nächsten Jahr einen auf ihre Stadt zugeschnittenen Ausstellungsbeitrag zum „Mapping” zeigen – in Herne ist es Thema das ganze Jahr über. Sich künstlerisch mit verschiedenen Aspekten des Wassers auseinanderzusetzen, hat die von Füllgrabe und Schlichting angesprochenen Künstler aus der Region, aber auch darüber hinaus so gereizt, dass keiner von ihnen absagte: „Wir haben nicht einen einzigen Korb bekommen”, freut sich Erich Füllgrabe. Die Konzepte für die Ausstellungsobjekte seien fertig, nicht jedoch die Kunstwerke selbst, denn die werden eigens für die Städtische Galerie und die Flottmann-Hallen angefertigt.

Der Startschuss für die beiden ersten Ausstellungen unter dem Titel „WasserSpiegel” fällt schon in fünf Wochen und wird von Horst Schiereck eröffnet, der davon überzeugt ist, dass 2010 ein großes Aufbruchjahr für das Ruhrgebiet wird. „Es ist gelungen, mit allen 53 Städten gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, und wir sind in Herne mittendrin”, so der Oberbürgermeister. Ausdruck dieser neuen Zusammenarbeit auf kulturellem Gebiet ist für Oliver Doetzer-Berweger vom Emschertalmuseum und Jutta Laurinat von den Flottmann-Hallen auch der RuhrKunstMuseen-Verbund: „Wir werden auch über das Jahr 2010 hinaus kooperieren”, ist sich Jutta Laurinat sicher.

Gabriele Heimeier

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2240748/create

Aktuelle Fotos und Videos
Der größte Park
Bildgalerie
Top Ten
Klangwelten
Bildgalerie
Konzert
Schmieden wie früher
Bildgalerie
Im LWL-Museum
Kasinoverein Harmonie Unser Fritz
Bildgalerie
Saisoneröffnung
Aus dem Ressort
Kultur bestimmt den Lehrplan
Schulprojekt
„Kultur und Schule“ ist das neue Motto der Realschule Crange. Den Schülern des benachteiligten Stadtteils soll Chancengleichheit garantiert werden.
Königsgruber Park ist der Größte
Hernes Top 10
Im Konzert der Herner Superlative schlägt der Königsgruber Park eher leise Töne an.