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Ausstellung warnt vor Alkoholismus

08.11.2011 | 17:37 Uhr
Ausstellung warnt vor Alkoholismus

Herne.   Das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung zeigt eine kleine Bilderschau der DAK zum Thema Alkoholismus.

Das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung setzt auf Gesundheit. Das hat es sich sogar von der Landesregierung bescheinigen lassen, und seit das Kolleg „gesunde Schule“ wurde, ermutigt es die Schüler immer wieder, bloß nicht zu rauchen, aber auf jeden Fall zu verhüten. Nun widmen sie sich am Westring einem neuen Thema: dem Alkoholismus.

Zusammen mit der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) hat das Berufskolleg eine kleine Ausstellung in die Schule geholt. „Blau. Heiter bis tödlich“ heißt sie, ist noch bis Freitag zu sehen und besteht aus 29 Fotos. Es sind Bilder von verkaterten Menschen, fröhlichen Menschen, freudlosen Menschen. Ergänzt werden sie von Sprüchen wie „Man muss dem Leben immer um mindestens einen Whisky voraus sein“ (Humphrey Bogart), „Steter Tropfen höhlt das Sein“ (Autor Gerhardt Hildebrand) oder von Volksweisheit wie „Zwischen Leber und Milz passt immer noch ‘n Pils“. Natürlich wollen DAK und Berufskolleg ein bisschen erziehend auf die Schüler einwirken, allzu pädagogisch soll’s indes nicht sein: „Wir wollen den Zeigefinger nicht gegen das Trinken erheben, sondern zur Diskussion anregen. Zum Beispiel über den eigenen Umgang mit Alkohol im Alltag“, sagt der Herner DAK-Mann Hans-Gerd van Lier. Sein Arbeitgeber hat vorher schon Ausstellungen zum Rauchen und zum Essen auf die Beine gestellt. Die Kasse und die „gesunde Schule“ passen insofern also gut zusammen. Schulleiterin Elke Vormfenne: „Wir wollen uns nachhaltig mit der Sucht auseinandersetzen.“

Noch ein Bonmot aus der Ausstellung zum Abschluss? Dort wird ein Apotheker zitiert mit den Worten „Mit seinem Durst löschte er sein Leben aus“.

Die Schautafeln, die in einer Ecke auf dem Flur zu sehen sind, wurden von Studenten des Institute of Design in Hamburg, Düsseldorf und Berlin im Rahmen eines Wettbewerbs angefertigt. Eine Jury, bestehend aus Sucht-Experten und Künstlern, hat die besten Motive ausgewählt. „Blau. Heiter bis tödlich“ wurde auch schon in anderen Städten gezeigt.

Jonas Erlenkämper

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