Das aktuelle Wetter Herne 12°C
Menschenrechte

Ausstellung in Herne zeigt, wie Armut und Behinderung zusammenhängen

15.02.2010 | 17:44 Uhr
Ausstellung in Herne zeigt, wie Armut und Behinderung zusammenhängen

Herne. Wie Armut und Behinderungen zusammenhängen, mit diesem Thema befasst sich die Ausstellung „Entwicklung ist für alle da. Menschenrechte für Menschen mit Behinderung umsetzen”, die noch bis zum 27. Februar im Foyer der VHS Herne zu sehen ist.

Nach Angaben der Uno leben 80 Prozent aller Menschen mit Behinderung in Entwicklungsländern. 82 Prozent von ihnen fristen ein Dasein unterhalb der Armutsgrenze. „Behinderung ist sowohl Grund als auch Konsequenz von Armut”, sagt Mareike Bübl vom Verein Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit (bezev) am Eröffnungsabend der Ausstellung vor über 100 Gästen.

Eröffnung der Ausstellung "Entwicklung ist für alle da".

Wer behindert sei, so Bübl, könne nicht arbeiten, um Geld zu verdienen – und wer kein Geld habe, könne sich notwendige medizinische Behandlungen nicht leisten. „Nur 3,4 Prozent der Rehabilitationsleistungen weltweit werden in Entwicklungsländern erbracht. Nur etwa ein Prozent der Behinderten verfüge über einen Rollstuhl”, erklärt sie weiter. Die Beseitigung dieser Ungerechtigkeit könne nur auf dem Wege der gleichberechtigten Beteiligung von Menschen mit Behinderung an Entwicklungsprojekten erreicht werden.

Dass es schon einige erfolgreiche Projekte gibt, die behinderten Menschen in Entwicklungsländern Perspektiven eröffnen, ist in dem Ausstellungsprojekt des Eine-Welt-Zentrums Herne und der VHS Herne in Kooperation mit dem Verein bezev und Handicap International im VHS-Foyer zu sehen. Beispiele aus Nepal, Ruanda oder Angola greifen hier zentrale Themen wie politische Rechte von Menschen mit Behinderung, Bildung oder Arbeit auf. Herner Eine-Welt-Organisationen, Behindertenvereine und -verbände bieten dabei Einblick in ihre Arbeit und den Alltag vor Ort. Einig sind sich die Organisatoren bei der Motivation: „Mit der Ausstellung möchten wir Anregung geben und zur weiteren Sensibilisierung für die Belange behinderter Menschen beitragen.”

Redaktion Herne

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2582088/create

Aktuelle Fotos und Videos
Der größte Park
Bildgalerie
Top Ten
Klangwelten
Bildgalerie
Konzert
Schmieden wie früher
Bildgalerie
Im LWL-Museum
Kasinoverein Harmonie Unser Fritz
Bildgalerie
Saisoneröffnung
Aus dem Ressort
Kultur bestimmt den Lehrplan
Schulprojekt
„Kultur und Schule“ ist das neue Motto der Realschule Crange. Den Schülern des benachteiligten Stadtteils soll Chancengleichheit garantiert werden.
Königsgruber Park ist der Größte
Hernes Top 10
Im Konzert der Herner Superlative schlägt der Königsgruber Park eher leise Töne an.