Auch das baugleiche Wananas-Schwesterbad Tropicana brannte ab
15.11.2011 | 19:30 Uhr 2011-11-15T19:30:00+0100
Herne. Das Wanne-Eickeler Freizeitbad Wananas ist schon das zweite Schwimmbad des niederländischen Projektentwicklers Pellikaan, das in Flammen aufging. 2003 brannte das Schwesterbad Tropicana in Stadthagen bis auf die Grundmauern nieder. Wananas hatte keine Brandmeldeanlage.
Das Wananas ist schon das zweite Schwimmbad der Baufirma Pellikaan, das in Flammen aufging. 2003 brannte das Schwester-Bad Tropicana im Weserbergland bis auf die Grundmauern nieder.
„Ich sehe mich noch vor unserem Bad stehen“, sagt der Stadthagener Stadtbrandmeister Rainer Pflugradt, der 2003 als einer der ersten Helfer am Tropicana eintraf. Im Internet sah er jetzt Bilder aus Wanne-Eickel. „Das war genau das gleiche Brandbild.“
Auch in Stadthagen ließ sich die Brandursache nicht endgültig klären. „Wir wissen zu hundert Prozent, dass es keine Brandstiftung war. Es wurden keine Brandbeschleuniger gefunden“, sagt Pflugradt. Sehr wahrscheinlich sei der Brand im Saunabereich ausgebrochen. Vermutet wird wie beim Wananas ein technischer Defekt. Im Wanner Bad soll der Brand an einer Theke in der Nähe des Kinderschwimmbeckens ausgebrochen sein.
„Unser Brandschutzkonzept hat gut funktioniert“
Zufall oder ein Konstruktionsmangel bei beiden Bädern? „Eigentlich brennt diese Konstruktion sehr schlecht“, sagt Hans-Jürgen Kraus von der Herner Feuerwehr. Der Leiter des Brand- und Gefahrenschutzes beurteilt die Holzleimbinder aus Brandschutzsicht sogar besser als Stahlkonstruktionen. „Das ist Standard bei Schwimmbädern.“
Verantwortlich für den Bau war der niederländische Projektentwickler Pellikaan. Die Firma ist seit 1972 auf dem deutschen Markt aktiv, hat mehr als 1000 Bäder, Sporthallen, Schulen und Wohnunfen gebaut. Darunter auch drei baugleiche Bäder in Herne, Stadthagen und Radevormwald. Letzteres steht noch, wurde zwischenzeitlich für 5,5 Millionen Euro modernisiert.
„Unser Brandschutzkonzept hat gut funktioniert“, sagt Pellikaan-Vize-Geschäftsführer John Engel. In Stadthagen wie in Herne habe die Brandschutzwand zwischen Bad und Anbauten dem Feuer extrem lange standgehalten. Konstruktionsmängel seien auszuschließen.
Erst in diesem Jahr Feuerwehr-Begehung
Bei der Herner Bädergesellschaft wusste man vom Brand in Stadthagen. Trotzdem sei das neue Unglück nicht vorhersehbar gewesen, sagt Geschäftsführer Norbert Breitbach. „Die Brandursache ist ja nicht auf die Konstruktion des Schwimmbades zurückzuführen.“ Erst in diesem Jahr habe es eine Feuerwehr-Begehung gegeben. Bis auf Kleinigkeiten sei alles in Ordnung gewesen.
Fest steht: Beim Wananas war keine automatische Brandmeldeanlage eingebaut. So konnte der Brand fast zwei Stunden unbemerkt schwelen. Die Bädergesellschaft beruft sich darauf, alle Vorschriften eingehalten zu haben. Breitbach: „Das Bad ist 17 Jahre alt. Wenn es damals die Vorschrift gegeben hätte, eine Meldeanlage einzubauen, dann hätten wir das getan.“
Lago hat Brandmeldeanlage
Melder fürs Wananas hätten wohl viele zehntausend Euro gekostet. „Speziell bei Freizeitbädern ist es nicht üblich und keine Pflicht, solche Anlagen einzubauen“, sagt Kraus. Für Herner Krankenhäuser, Altenheime oder große Veranstaltungsstätten sei das System aber Pflicht. Auch das modernisierte Bad Lago am Gysenbergpark hat Brandmelder.
Das neue Tropicana in Stadthagen verfügt über eine Direktleitung zur Feuerwehr. Das Vertrauen in Pellikaan hatte die örtliche Politik offensichtlich nicht verloren. Die Niederländer durften auch das neue Bad bauen, auf dem neuesten Stand der Technik, heißt es. Pellikaan würde sich auch in Herne bewerben. John Engel: „Davon leben wir.“
08:13
„Unser Brandschutzkonzept hat gut funktioniert“, sagt Pellikaan-Vize-Geschäftsführer John Engel. Konstruktionsmängel seien auszuschließen.
NA KLAR, WAS SOLL ER SONST DAZU SAGEN, ALLES ANDERE WÄRE JA GESCHÄFTSSCHÄDIGEND. *LOL*
Das Vertrauen in Pellikaan hatte die örtliche Politik offensichtlich nicht verloren. Die Niederländer durften auch das neue Bad bauen.
DER ÖRTLICHEN POLITIK IST HALT NICHT MEHR ZU HELFEN. ICH HOFFE DASS DIE AUSSCHREIBUNG EIN ANDERER BEWERBER GEWINNT, DENN ES KANN DOCH NICHT SEIN, DASS EINE FIRMA EIN BAD BAUT, WELCHE ZWEI GEBAUT HAT DIE ALLESAMT ABGEFACKELT SIND!
20:44
Na klar....Alles und überall wird jetzt nachgerüstet was das Zeug hält.....Egal ob Brandschutzmelder oder sonstige Eventuallitäten. Aber Du bist der dann der erste, der sich dann beschwert, dass ne Kinokarte 30 Euro kostet, der Schwimmbadbesuch 50 Euro und der Familienpark 250 Euro....Mann, mann...Nachdem das jetzt hier passiert ist, ruft es natürlich immer Leute wie dich auf den Plan die in ihrem Kämmerchen nach Kleinigkeiten suchen und dann ihr Pseudowissen Annonym im Internet kund tun. Ich habe schon echt Kopfschmerzen vom ganzen "Hände vor den Kopf schlagen", wenn Ich die ganzen Beiträge zu dem Wananasbrand lese. Lasst die Leute und die Belegschaft nun mal Luft holen um sich neu aufzustellen.....und dann, dann wird es auch demnächst weitergehen. Viel Glück der Herner Bädergesellschaft und ihren Beschäftigten.
17:21
Ein millionenteures, nachts unbeaufsichtigtes Gebäude hat also keine automatischen Brandmelder? Wie hoch sind denn dann wohl die Versicherungsprämien? Eigentlich schon komisch, dass eine Versicherung sich darauf überhaupt einlässt...
Haben sie zuhause eine Brandmeldeanlage??? Ist ja auch keine Vorschrift.
Was machen sie wenn ihr Haus bzw. Wohnung brennt wenn sie nicht zu hause sind.
Hinterher ist man immer klüger.
14:54
#
Ein Brand lässt sich nicht immer verhindern und es ist auch nicht immer jemand Schuld dran. Wenn Ihre Wohnung abbrennt, weil der Toaster Kurzschluss hat, können Sie auch nicht Ihren Häuslebauer verantwortlich machen.
14:02
...weil es nicht Vorschrift war!
Eine typische Beamtenaussage! Nur tun was Vorschrift ist und ja nicht mehr, denn die nimmt uns ja das Denken und die Verantwortung ab!
Haben sie zuhause eine Brandmeldeanlage??? Ist ja auch keine Vorschrift.
Was machen sie wenn ihr Haus bzw. Wohnung brennt wenn sie nicht zu hause sind.
Hinterher ist man immer klüger
11:53
...sagt da echt einer, von dem gerade das zweite Schwimmbad bis auf die Grundmauern herunter gebrannt ist. Grandios sowas!