Auch Bürger dürfen in Herne Salz streuen

In Herne wird generell nur noch Feuchtsalz „in marktgängiger Lösung und Konzentration gestreut“, so Sobieski. Verschiedene Untersuchungen hätten ergeben, dass die Gesamtökobilanz dafür vier- bis fünfmal besser sei als für Granulat, das aus Umweltgründen früher auch eingesetzt wurde. Aber Granulat sei zum einen mit Schwermetallen belastet und müsse deshalb auch auf Sondermülldeponien entsorgt werden. Zum anderen verstopfe es Gullis, beschädige Kanalrohre und den Belag von Straßen, Geh- und Radwegen. Außerdem müsse es nach der Wintersaison wieder eingesammelt werden, was zu Staubbelastungen führe.

Auch Bürger dürfen in Herne seit 2010 die Gehwege vor ihrem Haus bei Vereisungsgefahr wieder mit Salz streuen. „Unsere Satzung“, so Sobieski, „erlaubt das grundsätzlich.“ Die Stadt habe damit die allgemeine Verunsicherung bei den Bürgern ausräumen wollen. Eine wirklich vernünftige Alternative gebe es nicht: „Es gibt nichts Unschädliches.“