ASD in Herne steigt in den unbefristeten Ausstand ein

In den Kita-Notgruppen in Herne war am Dienstag noch reichlich Platz, sagt Verdi. Im Bild eine Notgruppe in der Kita Königstraße aus der vergangenen Woche. Zu sehen von links: Amy (2), U3-Betreuerin Ina Salewski und Nino (2).
In den Kita-Notgruppen in Herne war am Dienstag noch reichlich Platz, sagt Verdi. Im Bild eine Notgruppe in der Kita Königstraße aus der vergangenen Woche. Zu sehen von links: Amy (2), U3-Betreuerin Ina Salewski und Nino (2).
Foto: Ralph Bodemer
Was wir bereits wissen
In den Kita-Notgruppen in Herne waren nicht alle Plätze gefüllt, heißt es bei Verdi. Und: Nun steigt auch der ASD unbefristet in den Ausstand ein.

Herne..  Der Arbeitskampf im Sozial- und Erziehungsdienst läuft nun in der dritten Woche. Am Mittwoch, kündigt Verdi-Sekretär Norbert Arndt an, treten auch die Mitarbeiter im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) in den unbefristeten Streik. Bislang, sagt er, sei dort nur tageweise gestreikt worden.

Der verstärkte Notdienst in den Kitas ist offenbar nicht komplett angenommen worden. Wie berichtet, bietet die Stadt nun an der Ludwigstraße und am Regenkamp insgesamt 100 Plätze an (vorher 80). Laut Verdi wurden aber nur 67 Kinder abgegeben. Nach Auskunft von Stadtsprecher Christoph Hüsken seien im Vorfeld alle Plätze vergeben worden, die Nachfrage von Eltern nach einer Notbetreuung sei „recht hoch“. Mögliche Erklärung: Nicht alle Kinder, die einen Platz im Kita-Notdienst erhalten haben, wurden dort auch abgegeben.

Für Mittwoch hat Verdi zu einem „Tag der Belegschaftssolidarität“ eingeladen. Mit einer „aktiven Mittagspause“ ab 12 Uhr vor dem Rathaus Herne sollen die Beschäftigten in der Verwaltung ihre Solidarität mit den Streikenden ausdrücken, sagt Verdi-Mann Arndt. Auch Eltern seien eingeladen.

Der Elternbeirat Herne wiederum lädt zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Donnerstag, 28. Mai, 16 Uhr, ins Rathaus Wanne ein. Dieser Ausschuss, sagt Vorsitzender Yücel Yilmaz, sei der zuständige für die Kitas. Betroffene, allen voran die Eltern, sollen daran teilnehmen „und gemeinsam noch mal zeigen, in welcher Situation wir Eltern und unsere Kinder uns befinden“. Nämlich in dieser: „Wir Eltern fühlen uns in diesem Arbeitskampf hilflos und wütend. Unsere Kinder sind sehr traurig und enttäuscht.“ Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, fordert er, sollen endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen.