Arnsberg kündigte Herne weitere 32 Flüchtlinge an

Die Platzkapazitäten in den Flüchtlingswohnheimen wie am Zechenring sind bereits jetzt restlos erschöpft.
Die Platzkapazitäten in den Flüchtlingswohnheimen wie am Zechenring sind bereits jetzt restlos erschöpft.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
In Herne sollen weitere 32 Flüchtlinge eintreffen - allerdings nicht für die Erstaufnahme, sondern für die Unterbringung in Wohnheimen.

Herne..  Der Stadt Herne sind von Arnsberg 32 weitere Flüchtlinge angekündigt worden, die bis morgen aufgenommen werden sollen - allerdings keine Flüchtlinge für die Erstaufnahme in der Görresschule, sondern „reguläre“ Flüchtlinge, die der Stadt über die „Quote“ zugewiesen werden und die in Wohnheimen wie am Zechenring aufgenommen werden. Doch die seien restlos belegt, so Brigitte Bartels am vergangenen Mittwoch im Sozialausschuss. Schon zu dem Zeitpunkt sei eine als sozial verträglich angesehene Belegung nicht mehr gegeben gewesen, erklärte die Leiterin des Fachbereichs Soziales.

„Wir versuchen alles, um Platz zu schaffen, sei es durch Um- und Auszüge oder ähnliches“, sagte Brigitte Bartels im Gespräch mit der WAZ. Wegen der neuen Zuweisungen habe sie in Arnsberg protestiert, aber noch keine Antwort bekommen. „Man läuft dort im Moment vor Wände“, hatte sie schon im Sozialausschuss gesagt. Im September, als die Stadt ebenfalls eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge eingerichtet hatte, sei dies bei der Zuweisung von Flüchtlingen über die „Quote“ berücksichtigt worden. Sie hoffe nun, dass dies jetzt genauso geregelt werde. Sie weiß aber auch: „Einen rechtlichen Anspruch haben wir darauf nicht.“

Probleme bereite vor allem auch, dass vorab nicht in Erfahrung zu bringen sei, wie sich die zugewiesene Gruppe zusammensetze. Es mache einen Unterschied, ob hauptsächlich einzelne männliche Flüchtlinge, Paare oder Familien mit Kindern unterzubringen seien - ob in der Erstaufnahme oder in den anderen Einrichtungen. So waren in der ersten Flüchtlingsgruppe, die in der Görresschule unterkam, hauptsächlich einzelne Männer. In der zweiten Gruppe, die letzte Woche eintraf, waren jedoch auch Familien und Frauen mit insgesamt acht Kindern im Alter bis zu sechs Jahren.

Heute übergeben die Ehrenamtlichen von DRK, ASB und Maltesern die Betreuung der Flüchtlinge in der Görresschule an das Unternehmen European Homecare (EHC). Der SPD-Ortsverein Röhlinghausen hat für heute, 19 Uhr, zu einer Info-Veranstaltung in das Gemeindehaus am Göddenhoff 8 eingeladen.