Architekturstudenten sehen Hertie als „Sound Galerie Herne“

Das Hertie-Haus, wie es der Entwurf der Studenten sieht: als „Sound Galerie Herne“
Das Hertie-Haus, wie es der Entwurf der Studenten sieht: als „Sound Galerie Herne“
Foto: WAZ
Christian Naujoks, Lennart Dunn, Benjamin Voss und André Stülp entwickelten eine Vision für Nutzung mit Club, Tonstudio, Konzertort, Proberäumen und Wohnungen.

Herne..  Über Jahre hat es in Herne große Anstrengungen gegeben, einen Saturn-Markt für die Innenstadt zu gewinnen. Vergeblich. Vier Studenten haben jetzt den Elektromarkt mal eben per Mausklick im Hertie-Haus auf der Bahnhofstraße „angesiedelt“. Saturn als Ankermieter ist so etwas wie die Basis ihres Konzepts „Sound Galerie Herne. Home of Music“, das jüngst mit acht weiteren Arbeiten des Studiengangs „Architektur.Projekt.Entwicklung“ der Hochschule Bochum im Rathaus Wanne präsentiert worden ist (wir berichteten). Doch ihren besonderen Charme entwickelt diese studentische Vision fürs leer stehende Kaufhaus durch ganz andere Elemente.

Die Sound Galerie Herne sei die „Pulsschlagader für musikbegeisterte kreativen Urbanisten“ im Herzen des Ruhrpotts und für alle, die Wert auf ein extravagantes Wohnumfeld legen, betonen die Studenten Christian Naujoks, Lennart Dunn, Benjamin Voss und André Stülp.

Alles unter einem Dach

Denn in der Innenstadt „pulsiert nicht nur der Beat“, sondern hier werde auch alles unter einem Dach angeboten: Proberäume, ein Tonstudio, eine Event- und Clublocation, ein Gitarrenladen, die Burgerbar „Die fette Kuh“ („mit ehrlichen, saftigen Burgern“) und eben jener Saturn-Markt. 17 „außergewöhnliche Wohnungen“ für Musiker mit Dachterrassen im 4. Obergeschoss runden das Konzept ab, das bei der Vorstellung im Rathaus Wanne auf große Sympathien stieß.

Trotz der kalkulierten Baukosten von 16,8 Millionen Euro und Gesamtinvestionskosten von 26,7 Millionen Euro gehen die Studenten davon aus, dass mit diesem Projekt Rendite zu erzielen ist - so wie es auch die anderen Studenten-Gruppen der Hochschule Bochum für ihre jeweiligen Vorschläge zur Nachnutzung des Hertie-Hauses errechnet haben.

Zur Umsetzung würden diese und andere studentische Visionen fürs Hertie-Haus aber nicht kommen, sondern im besten Falle in die spätere Entwicklung einfließen, betonte Thorsten Brokmann von der Unteren Denkmalbehörde bei der Präsention. Aber vielleicht überlegt es sich Saturn aufgrund der Pläne für die „Sound Galerie Herne“ doch noch anders . . .

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