Arbeitgeber der Chemie weisen Forderungen zurück

„Klare Sicht statt Fahrt im Nebel.“ Das fordert Willibrord Lampen, Verhandlungsführer der westfälischen Chemie-Arbeitgeber, als Reaktion auf das für die Tarifverhandlungen geschnürte Forderungspaket der IG BCE, Landesbezirk Westfalen.

„Eine Entgelterhöhung um 4,8 Prozent ist bei rückläufiger Chemie-Produktion, stagnierender Produktivität und steigender Lohnstückkosten nicht gerechtfertigt. Die Forderung nach übermäßiger Verteuerung der Ausbildung, die gewerkschaftliche Forderung liegt im Durchschnitt bei 5,3 Prozent, ist angesichts der guten Ausbildungsplatzzahlen speziell im Tarifbezirk Westfalen kontraproduktiv, da es das Ausbildungsengagement der Chemieunternehmen regelrecht bestraft“, so Lampen. Angesichts dieser Forderungen stehe man vor schwierigen Verhandlungen: Die Chemie-Sozialpartnerschaft sei gefordert, um zu sachgerechten Lösungen zu kommen, die den Flächentarifvertrag nicht aushöhlen, sondern stärken, resümiert Lampen mit Blick auf den regionalen Verhandlungsauftakt am 4. Februar in Bochum.

Die Chemie-Arbeitgeberverbände Westfalen repräsentieren rund 190 Chemieunternehmen - auch in Herne - mit über 39 000 Mitarbeitern und etwa 3000 Auszubildenden.