Arbeiter bohren Weltkriegsbombe an – Brand in Holsterhausen

Die Arbeiter wollten eine Lärmschutzwand installieren – und stießen auf eine böse Überraschung. Verletzt wurde niemand.
Die Arbeiter wollten eine Lärmschutzwand installieren – und stießen auf eine böse Überraschung. Verletzt wurde niemand.
Foto: Stefan Kuhn
Was wir bereits wissen
Bei Bauarbeiten an einer Bahnstrecke in Holsterhausen gerät ein Sprengsatz aus Weltkriegs-Tagen in Brand. Die Arbeiter hatten großes Glück.

Für die Männer war es ein Schock: Bei der Installation einer Lärmschutzwand an einer Bahnstrecke in Holsterhausen haben Bauarbeiter am Samstag versehentlich eine Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg angebohrt. Dabei geriet der Sprengkörper in Brand. Verletzt wurde niemand.

Der Vorfall ereignete sich, als die Arbeiter Löcher bohrten, um Pfosten für Schallschutzwände nahe der Buschkampstraße zu setzen. Als sie die Bombe beschädigten, entzündete sich der darin enthaltene Phosphor und fing an zu brennen. „Es handelte sich nicht mehr um eine komplette Bombe, sondern um Reste“, sagte Uwe Windener vom Einsatzleitdienst der Herner Feuerwehr. Explosionsgefahr habe nicht bestanden. Speziell ausgebildete Kampfmittelräumdienst-Experten der Bahn und der Arnsberger Bezirksregierung verpackten die Bombe in Aluminiumboxen, transportierten sie ab und ließen sie später kontrolliert ausbrennen.

Anwohner waren nach Angaben der Feuerwehr nicht gefährdet, da der Streckenabschnitt recht weit von den nächsten Wohnhäusern entfernt war.

Das Gelände war vor Beginn der Bauarbeiten auf alte Bomben untersucht worden. Es sei ein normales Verfahren, dass die Bezirksregierung die „Kampfmittelfreiheit“ kläre und das Areal freigebe, so Windener. Auf historischen Luftaufnahmen, die zur Identifizierung alter Weltkriegs-Sprengsätze dienen, sei die Bombe wohl nicht zu erkennen gewesen.