Arbeit drei weitere Jahre gesichert
13.09.2010 | 17:33 Uhr 2010-09-13T17:33:00+0200
Herne.Die Stadt Herne und die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen unterzeichneten am Montag einen Vertrag zur Finanzierung der Herner Beratungsstelle. Damit ist die Arbeit für drei weitere Jahre gesichert.
Über 400 000 Rat suchende kamen in den 31 Jahren ihres Bestehens in die Herner Beratungsstelle der Verbraucherzentrale. Rund 17 000 Kontakte zählt sie mittlerweile pro Jahr. „Vor sechs Jahren habe ich hier angefangen“, so Ingo Döring, Leiter der Herner Beratungsstelle, „da waren es noch 12 000. Der Beratungsbedarf hat enorm zugelegt.“
Nun wurde das Bestehen der Beratungsstelle in Herne für weitere drei Jahre gesichert. Gestern unterzeichneten die Stadt Herne und die Verbraucherzentrale den neuen Vertrag.
Dass der Beratungsbedarf zugenommen hat, sieht auch Stadtrat Jan Terhoeven so. Als „lebensnotwendig“ für die Herner Bevölkerung bezeichnet er, dass die Verbraucherzentrale in Herne bestehen bleibt. Terhoeven ist froh, dass der Vertrag überhaupt zustande gekommen ist. „Ursprünglich wurde die Arbeit der Beratungsstellen vom Land finanziert, später, als es den Ländern finanziell schlechter ging, dann jeweils zur Hälfte von Land und Kommune“, weiß er.
75 000 Euro jährlich müssen die Stadt Herne und das Land Nordrhein-Westfalen für die Finanzierung der Beratungsstelle jeweils aufbringen. Vor dem Hintergrund des Herner Sparpakets zur Haushaltssicherung sei dieser Betrag keineswegs „lächerlich“, so Terhoeven. Froh ist der Stadtrat auch, dass sich die Herner Stadtwerke mit 3000 Euro jährlich an der Finanzierung der Beratungsstelle beteiligen.
Matthias Arkenstette, Mitglied der Geschäftsleitung der Verbraucherzentrale NRW, ist angesichts der momentan schwierigen Finanzlage sehr glücklich über die positive Entscheidung des Rates. „Gerade in schwierigen Zeiten ist es für viele Familien wichtiger denn je, eine Anlaufstelle zu haben“, betont der Verbraucherschützer.
Den größten Beratungsbedarf sieht Ingo Döring im Bereich Internet-Abzocke. „Auch der Bereich der Telefonwerbung für Gewinnspiele oder telefonische Vertragsabschlüsse machen einen großen Teil unserer Arbeit aus“, sagt er und betont: „Der Beratungsbedarf geht durch alle Generationen.“
Blickt man auf die letzten 31 Jahre, wird deutlich, wie sich die Aufgabengebiete verändert haben. „Was wir heute nicht mehr anbieten, ist die Geräteberatung. Damals haben wir den Menschen gezeigt, wie Haushaltsgeräte funktionieren. Heute liegt der Fokus auf dem Telekommunikationsbereich“, so Döring.
07:48
Wirtschaftliches Denken und handeln kann man einfach in einer sozial-demokratisch regierten Stadt nicht verlangen. Tue Gutes auf den Rücken der Steuerzahler und sichere so deine Wählerstimmen und letzlich Pöstchen.
Wenn jeder Politiker oder sogenannte Verwaltungsfachmann so denken würde wie ichsachmaso könnte durchaus ein Einsparungseffekt bei den freiwilligen Leistungen möglich sein.
13:17
Wo sind eigentlich die Einnahmen der Verbrauchezentrale? Ich kann mich erinnern, dass ein Beratungsgespräch oder Einsicht in Unterlagen etwas kostet. Somit können Kosten doch gedeckelt werden. ACHTUNG MILCHMÄDCHENRECHNUNG: Bei einem Bedarf von 75.000 Euro und 17.000 Kontakten ergibt sich einen Aufwand von 4,41 Euro pro Bürger. Wenn jeder Bürger für die Dienstleistung 5 Euro bezahlt, ist die Sache bezahlt. Selbst mit mickrigen 2 Euro kann ein Teil der Kosten gedeckt werden. Die Problematik dahinter muss mir die Stadt Herne mal genauer erklären.