Angehende Illustratoren gestalten Ausstellung im EvK

Künstler Amman und Studenten in der Palliativstation Foto: Ralph Bodemer / FUNKE Foto Services
Künstler Amman und Studenten in der Palliativstation Foto: Ralph Bodemer / FUNKE Foto Services
Foto: Ralph Bodemer
Was wir bereits wissen
Die Bilder der Studierenden der Ruhrakademie Schwerte hängen in der Palliativstation. „Lebensbejahende Themen“ waren gefragt.

Herne..  Eher zufällig hat Conni Becker die Ruhrakademie im Internet entdeckt. Die Mitarbeiterin der Palliativstation des Evangelischen Krankenhauses an der Wiescherstraße war auf der Suche nach Kunst für die Gänge der Station. Spontan rief sie bei der privaten Kunstakademie in Schwerte an. Jochem Ahmann, Bochumer Künstler und Dozent für Malerei an der Ruhrakademie, war sofort von der Idee begeistert.

Er machte daraus eine Thema für seine Klasse der Studierenden der Illustration und Freien Kunst, vom Motiv und der Technik her ohne Vorgaben. „Es sollte aber um lebensbejahende Themen gehen“, erzählt er. „Die Bilder sollen eine positive Atmosphäre schaffen“. Für viele Studierende zunächst nicht so einfach. Manche, die sonst eher kritische Gedanken in ihren Bildern thematisierten, mussten umdenken. „Das war eine Herausforderung. Da musste jeder für sich erst mal nachdenken“, stellt Jochem Ahmann fest. „So können die Studierenden auch mal eine Ausstellung machen.“

Die Ergebnisse sind so unterschiedlich wie die Studierenden: Von der klassischen Ölmalerei über Zeichnungen und Aquarelle, Fotografien bis zu Werken, die mit dem Computer bearbeitet oder auch ganz am Computer entstanden sind. Die Ausstellung zeigt die ganze Vielfalt des künstlerischen Schaffens. Immer wieder tauchen Tiere in den Bildern auf. Andere haben eher traditionelle Landschaften gemalt. Da gibt es Figürliches, aber auch gegenstandsfreie Kompositionen, die ganz aus den Farben leben.

Emmie Micheln, Studentin der Illustration im 5. Semester, war beim Aufbau mit dabei. Sie hat ihre stark farbige Arbeit mit feinen scherenschnittartigen Formen gerahmt. „Für uns Illustratoren war es gar nicht so einfach“, erklärt sie. „Wir arbeiten ja eher mit kleinen Formaten. Da muss man schon umdenken, wenn man plötzlich in einem größeren Format arbeiten muss.“

„Da ist für jeden Etwas dabei“, stellt Conni Becker fest. Ihre Favoriten hat sie schon ausgeguckt. Manches könnte sicherlich auch zu Diskussionen anregen. Aber das ist auch Teil der Ausstellung. Es soll auch nicht bei dem einmaligen Ereignis bleiben. In einigen Monaten soll die Ausstellung durch Werke der Studierenden der Fotografieklasse abgelöst werden.