Andrang beim Möbelriesen
26.01.2012 | 18:37 Uhr 2012-01-26T18:37:00+0100
Herne.Das Möbelhaus Zurbrüggen hat Donnerstagmorgen am Regenkamp seine neue Filiale eröffnet - die deutschlandweit fünfte. Tausende Kunden aus dem ganzen Ruhrgebiet kamen und hofften auf Schnäppchen.
Das muss man sich mal vorstellen: Da macht ein Möbelhaus auf, und schon lange vor 9 Uhr wartet in der Januarkälte eine Menschenschlange mit Einkaufswagen bewaffnet sehnsüchtig darauf, dass das Personal endlich die Türen aufschließt. Das Lokalradio berichtet den ganzen Vormittag live, ein WDR-Team ist da, und das nur, weil die Firma Zurbrüggen eine neue Filiale eröffnet.
Aber schön sieht’s aus in diesem „Wohnzentrum“, dem fünften des westfälischen Möbelriesen. Pfiffig wirkt vor allem die Spindel, eine Art Serpentinpiste für Fußgänger. Die verbindet alle vier Etagen miteinander und gibt den Blick frei auf neugierige Konsumentenscharen zu Fuß wie zu Kopf. Eine Erkenntnis des Spindel-Spähens: Die Menschenmassen, die so gebündelt vor dem Eingang ziemlich beeindruckend gewirkt haben, verlaufen sich doch ein wenig auf stolzen 28 000 Quadratmeter. Das Epizentrum des Interesses ist das Erdgeschoss, wo es allerlei Krimskrams gibt. Und alles so günstig, steht auf den Plakaten. „Jetzt Geld sparen“, „Preishammer“, „Preiskracher“ – das Sonderangebot bestimmt die Nachfrage. Hier im Eingangsbereich stehen und liegen Kuscheltierchen für 4,95, Seifenspender für 1,99, Küchenmesser für 1 Euro. Hedwig Reese, 72, durchsucht ein Regal mit lauter Salzstreuern und Gewürzmühlen auf der Suche nach etwas, was sie brauchen könnte. Nur ihr Mann Dieter, 75, schaut etwas missmutig. „Wo ist denn der Schlagerstar?“ fragt er. „Ist doch schließlich ‘ne Möbelhauseröffnung hier.“
Auf den weiteren Etagen ist’s eher ruhig am Premieren-Morgen. Auch das Kinderparadies sieht noch jungfräulich aus, die bunten Bälle liegen in Parallelreihen ordentlich nebeneinander. Erst dahinter ist wieder Remmidemmi. Um zehn nach neun sitzen die Frühstücks-Bedürftigen schon im Restaurant und mampfen Schinkenbrötchen. Auch hier zu Spezialpreisen: Fünf Teile vom Buffet plus Kaffee für 1,50 statt 2,50 Euro. Den Menschen am Wursttablett ist der fragende Blick gemein, wahrscheinlich rechnen sie: Ein Brötchen, ein Päckchen Butter, eine Scheibe Salami und Käse und ein Schälchen Marmelade? Oder doch lieber zwei Brötchen und dafür weniger Belag? Man kann es sich gut vorstellen, wie die Leute demnächst zu Zurbrüggen fahren, nur um dort zu essen. Das ist bei den großen Konkurrenten ja nicht anders. Im Sommer können die Kunden übrigens auf einer „Panorama“-Terrasse sitzen, mit Blick auf Autobahn und Parkplatz.
Der ist schon um halb zehn so voll, dass die Polizei gefordert ist. Zeitweise schalten die Beamten die Ampel an der Holsterhauser Straße ab und regeln den Verkehr selbst. Auch das Ordnungsamt ist vor Ort. Von nennenswerten Probleme können aber weder Polizei noch Stadt berichten.
21:57
Ach die Herrschaften vom Regenkamp melden sich auch wieder. Ist es nicht so das Sie aufgrund der ehemaligen Lage die Grundstücke relativ billig bekommen haben? Warum meckern Sie eigentlich, hat Ihnen die Firma Zurbrüggen keine vorab Einladung in Ihren Postkasten gelegt? Immer das gleiche mit den Hernern, nur am Meckern!
09:32
Das muß auch öffentlich werden !
Dringend und sofort !
Bitte mal die 250 Arbeitsplätze aufdrüseln : wieviel Vollzeit (50plus) und vieviel TZ-Kräfte und Billigplätze in der Sparte 400€ Jobs geschaffen worden sind .... dann kann man mehr über die Geschäftsquallität erfahren !
09:00
Also ich finde, der Mann hat´s erfasst...es gab was umsonst oder für billig, und die üblichen Verdächtigen erschienen...und Ihnen @1 wünsche ich, dass man Ihnen mal so einen Laden vor die Haustür setzt, rücksichtslose Autofahrer durch eine 30er Zone rasen, um abzukürzen, Sie keinen Parkplatz mehr auch nur annähernd Ihrer Wohnung finden
Melden Sie sich doch bitte, wenn es so weit ist...ich komme dann gerne vorbei.
Der Rückstau auf der Holsterhauser auch aufgrund der unmöglichen Zuwege ist unzumutbar. Ich bin jetzt schon auf die Unfallbilanz für 2012 gespannt.
08:04
Dieser Artikel hat irgendwie ein "Geschmäckle". So nach dem Motto: wenn in Herne ein Möbelhaus aufmacht, dann kann das ja nur bilig sein. Und das Restaurant wird demnächst immer voll sein, weil die ganzen Geringverdiener sich auch mal so richtig satt essen wollen.
Sorry, aber so eine klischeehafte Darstellung passt wohl eher in die Bild-Zeitung...
06:57
Krimskrams im Erdgeschoss? Meinen Sie damit auch die nicht gerade preisgünstigen Marken Joop, Villeroy&Boch etc.? Denn die gibt es auch im Erdgeschoss.
Das es Eröffnungs-Schnäppchen gibt ist vollkommen normal - erwarten wir das als Kunden denn nicht auch?
Die Restaurantgäste als mampfende Schinkenbrötchenesser zu bezeichnen empfinde ich respektlos.
Und wenn ein Unternehmen 250 neue Arbeitsplätze schafft - was in unserer Region sicher nicht so oft passiert - warum sollten die Medien nicht darüber berichten? Wenn man Ihren Artikel liest bekommt man den Eindruck, dass die Objektivität etwas verloren gegangen ist.
Und nein, ich bin weder Mitarbeiter bei Zurbrüggen, noch mit der Familie verwandt. Ich bin einfach eine Herner Bürgerin, die sich freut nicht mehr in Nachbarstädte fahren zu müssen, wenn es um Möbel oder um "Krimskrams" geht.
Bitte mal die 250 Arbeitsplätze aufdrüseln : wieviel Vollzeit und vieviel TZ-Kräfte und Billigplätze in der Sparte 400€ Jobs .... dann kann man mehr über die Geschäftsquallität erfahren !