Altenwohnungen im Herzen Hernes

Hier sollen neue Altenwohnungen gebaut werden: Der Bolzplatz am Ludwig-Steil-Haus an der Hermann-Löns-Straße.
Hier sollen neue Altenwohnungen gebaut werden: Der Bolzplatz am Ludwig-Steil-Haus an der Hermann-Löns-Straße.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Evangelische Kreuzkirchengemeinde verkauft das Ludwig-Steil-Haus samt Grundstück an die Stiftung Katholisches Krankenhaus Marienhospital.

Herne..  Der Bau eines neuen Gemeindehauses der Evangelischen Kreuzkirchengemeinde direkt neben der Kirche auf dem Europaplatz bringt in der Innenstadt einiges in Bewegung. Das alte und bisherige Gemeindehaus – das Ludwig-Steil-Haus an der Schulstraße – soll verkauft werden, das Grundstück samt Gebäude wird an die Stiftung Marienhospital veräußert, die dort Altenwohnungen bauen will.

Das Grundstück mit etwa 5000 Quadratmetern sei für die immer kleiner werdende Gemeinde zu groß geworden. Von dem Verkaufserlös, knapp 2,5 Millionen Euro, wolle man den Bau des neuen Gemeindehauses sowie die Sanierung des CVJM-Hauses an der Kreuzkirche finanzieren, sagt Pfarrer Wolfgang Henke. Das neue, deutlich kleinere Gemeindehaus sollte ursprünglich bereits im Sommer 2016 eingeweiht werden.

Die Stiftung Katholisches Krankenhaus Marienhospital plant den Neubau einer Wohnanlage, die mehrere Wohneinheiten für Senioren umfasst. Sie will das Ludwig-Steil-Haus aber nicht abreißen. „Ein besonderes Anliegen der Stiftung ist der Erhalt des Ludwig-Steil-Hauses, das auch in Zukunft den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden für Veranstaltung unentgeltlich zur Verfügung stehen wird“, erklärt Naciye Schmidt, Pressesprecherin der Stiftung Katholisches Krankenhaus Marienhospital. „Erste Gespräche zur Finanzierung verliefen positiv und wir sind zuversichtlich, dass die Baupläne zeitnah konkretisiert werden können. Die momentane Planung sieht eine Fertigstellung des Bauprojekts bis 2019 vor.“

Europaplatz wird umgestaltet

Der Neubau eines evangelischen Gemeindehauses an der Kreuzkirche wird sich verzögern, „weil wir uns bei der Gestaltung des Europaplatzes mit den anderen Parteien absprechen“, sagt Wolfgang Henke. „Der Platz soll schließlich später repräsentativ aussehen.“ Außerdem gebe es Probleme mit dem Denkmalschutz. Die Gemeinde möchte das neue Gemeindehaus direkt an die Kirche bauen, das ist laut Stadtverwaltung allerdings nicht möglich. „Wir sind in Gesprächen.“ Im Herbst dieses Jahres wolle man mit einem Architektenwettbewerb starten. Baubeginn könnte dann 2017 sein. „Wir rechnen mit einer Bauzeit von mindestens einem Jahr“, sagt Wolfgang Henke. Schließlich solle auch das CVJM-Haus komplett saniert werden. Veranstaltungen, die normalerweise dort stattfinden, können in der Bauzeit noch im Ludwig-Steil-Haus durchgeführt werden. „Die Stiftung hat uns ein Nutzungsrecht eingeräumt“, erläutert der Pfarrer.