Aldi setzt Verkäuferin aus Herne vor die Tür
01.02.2012 | 16:08 Uhr 2012-02-01T16:08:00+0100
Herne. Der Lebensmitteldiscounter Aldi hat eine Verkäuferin, gerade aus ihrer dritten Elternzeit zurück, vor die Tür gesetzt: Das Unternehmen legte der 32-Jährigen nach ihrer Rückkehr einen Aufhebungsvertrag vor, den die Frau pflichtschuldig unterzeichnete. Dass sie das schnell bereute, nutzte ihr nichts. Der Vertrag ist gültig, urteilte das Arbeitsgericht.
Die Verkäuferin hat ihren Job in der Aldi-Filiale in Sodingen 15 Jahre lang gerne gemacht, schilderte sie vor Gericht. Dann wurde die zweifache Mutter wieder schwanger. Während ihrer dritten Elternzeit musste sie bereits Hartz IV in Anspruch nehmen, da das Elterngeld für sie, ihre Kinder und den arbeitslosen Ehemann nicht reichte. Deshalb war sie froh, wieder ihren Job bei Aldi antreten zu können, berichtete sie.
Das Gehalt von 1463 Euro Netto habe der dreifachen Mutter Hartz IV erspart, auch wenn es nur knapp 100 Euro mehr im Portemonnaie ausgemacht habe, sagte sie. Aldi aber wollte sie nicht weiterbeschäftigen. Emotional aufgewühlt sei sie gewesen, deshalb habe sie den Aufhebungsvertrag unterschrieben, berichtete sie. Erst zu Hause sei ihr klar geworden, was die Unterschrift bedeute. Die Frau schaltete deshalb den Herner Anwalt Heinrich Hendricks ein, dieser reichte Klage gegen den Aufhebungsvertrag ein.
Lars Kolks, Anwalt des Discounters, machte in der Anhörung klar, dass Aldi kein Interesse daran habe, die 32-Jährige weiter zu beschäftigen. Richter Ulrich Nierhoff sah keine Chance, gegen den Vertrag vorzugehen. Anwalt Hendricks und Mandantin zogen sich deshalb zur Beratung zurück – und entschlossen sich zu einer Einigung. Der Aufhebungsvertrag ist demnach seit 31. Dezember 2011 gültig. Die Mutter ist zudem ab sofort freigestellt, bis 30. Juni bekommt sie ihr volles Gehalt plus anteiligem Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Jetzt muss sie sich arbeitssuchend melden.
15:40
Alle Achtung: daß Aldi so ein sattes Gehalt zahlt, hätte ich nicht gedacht.
17:02
So leid wie mir die Frau auch tut: Juristisch gesehen hatte sie von Anfang an keine Chance auf Weiterbeschäftigung. Unterschrift ist Unterschrift und die gilt nun mal.
Aber vielleicht kann dieser Artikel andere vorwarnen?
NIEMALS in einer emotionalen Lage eine Unterschrift leisten! Erst Bedenkzeit erbeten und in Ruhe zu Hause nachdenken.
Wenn ich an die 3 Kinder denke, finde ich allerdings, dass diese Unterschrift ihnen zu Gute kommen dürfte. Jetzt kann Mama erst einmal zu Hause bleiben; das Geld läuft noch bis Mitte des Jahres weiter. Diese Zeit kann die Frau dann dazu noch nutzen, sich nach einer anderen Stelle umzusehen.
Allet is jut im Moment.
14:03
Aldi ist eh nen Drecksladen
07:47
Also ich geh auch mal davon aus, dass da eben noch ganz andere Dinge vorgefallen sind. Dass es nicht die arme von Hartz IV bedrohte Mutter von der Kindern ist, der man übel mitgespielt hat. ALDI wird schon noch andere Gründe gehabt haben. Kann man eigentlich schon an dem Artikel erkennen...
06:31
Blöd für aldi. Jetzt stehen sie als kalter Arbeitgeber in der Zeitung. Zum Glück beschäftigt sich die waz nicht mit den Zuständen der Betriebe des evangolischen Kirchenkreises. Herr Rimkus wird dankbar sein.
22:40
und da findet man dann z.B. bei halloherne .de auch diese Information:
Diese ständige Sorge um die Kinderbetreuung während ihrer Arbeitszeit (30 Stunden pro Woche für 1.463 Euro netto) habe sie bei der Arbeit so abgelenkt, dass es zu "Schwierigkeiten bei der Kundenbetreuung und auch höheren Kassendifferenzen" gekommen sei
So betreibt man also Meinungsmache, wenn Medien einfach wichtige Punkte zur Meinungsbildung einfach weglassen.
20:54
Das Ganze sieht nach Willkür aus..., die Dame war länger als ein Jahrzehnt bei Aldi beschäftigt, ergo wird eine Kraft eingetellt, die einen gering dotierten Arbeitsvertrag bekommt und einige Jahre jünger ist und hier kommt der zuständige Tarif ins Spiel.
Juristisch gesehen machte sie einen Fehler, nämlich den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben, doch lt. WDR wurde sie diesbezüglich von ihrer Vorgesetzten " malträtiert ", so daß sie unterschrieb und vage sei zu behaupten, daß auch Mobbing im Spiel war und so entledigt sich man " unliebsamer Mitarbeiter ".
Nicht nur bei Aldi spielt man mit Mitarbeitern ping pong, dieses ist leider so seit Einführung der Agenda.
Bravo und dicke Komplimente an Schröder, CDU, FDP und Grüne !!!.
Hier ist " unsere ehrenwerte Kanzlerin " gefragt, Deutschland hat ausreichend Baustellen, doch nein, das benachbarte Ausland ist ja auch spannender anzusehen und so kurvt man von Land zu Land.
17:53
Aldi meiden .... bei Schlecker hat es auch was gebracht.
17:48
ALDI meiden .... bei Schlecker hat es auch was gebracht !
Diese Abzockerkette inkl. Lidel und Netto ab in die Tonne !....Arbeitskräfte sind für diese Zockerfirmen nur Geröll, das sie schnell aus dem Weg räumen. Real folgt auf dem Fuß mit Leiharbeitern und Edeka und Reve stützen sich auf 400€ Jobs.....in Deutschland richt es gemein ! .... und alles seit der Hartz-Gesetze....die Minilöhne hoch preisen. ...und wer hat gemacht ....Schröder - Münte und die andere Brut !