Akzeptanz und Toleranz für alle

Malwettbewerb der Islamischen Gemeinde Röhlinghausen
Malwettbewerb der Islamischen Gemeinde Röhlinghausen
Foto: Tuncay Nazik
Was wir bereits wissen
Die Islamische Gemeinde Röhlinghausen setzt sich unter dem Motto „Akzeptanz und Toleranz für alle“ für ein friedliches Miteinander und Dialogbereitschaft ein.

Herne..  Unter dem Motto „Akzeptanz und Toleranz für alle“ hat die Islamische Gemeinde Röhlinghausen ein Projekt gestartet. Anlass waren unter anderem die Anschläge auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo und den jüdischen Supermarkt in Paris Anfang des Jahres, aber auch die zunehmende Gewalt und der Hass gegenüber Menschen, die andere Meinungen und Überzeugungen als die eigenen vertreten, die anderen Religionen angehören. „Wir als kleine Gemeinde können vielleicht nicht die Welt retten oder das Geschehene ungeschehen machen“, heißt es von der Jugendleitung. „Aber was wir machen können, ist, unseren Kindern und Jugendlichen Toleranz und Akzeptanz gegenüber Andersdenkenden beizubringen. Damit wollen wir unseren Beitrag zu einem friedlichen Miteinander und einer größeren Dialogbereitschaft leisten, insbesondere in unserem Stadtteil Röhlinghausen.“

Als Teil des Projektes organisierte die Gemeinde einen Malwettbewerb, der das Thema „Toleranz und Akzeptanz“ widerspiegeln soll. Die ersten drei Plätze des Wettbewerbes gingen an die Mädchengruppe der Gemeinde. Die Entscheidung für die ersten drei Plätze des Malwettbewerbs trafen die langjährige Leiterin des benachbarten katholischen Kindergartens, Ute Rotthoff, und ihr Team. „ Es ist unglaublich, was die Kinder hier Großartiges geleistet haben“, kommentierte sie die bei dem Wettbewerb entstandenen Bilder.

Außerdem erhielten alle Kinder der Gemeinde den „Interreligiösen Kalender 2015“. Der Kalender ist ein Projekt des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. In diesem Kalender werden wichtige Feste und Bräuche des Islams, Christentums, Judentums, der Aleviten, Buddhisten und Bahais erklärt. „Durch diese Aufklärungsarbeit wollen wir unseren Kindern den respektvollen Umgang mit Menschen anderer Religionen vermitteln“, so die Jugendleitung der Islamischen Gemeinde Röhlinghausen.

Im Rahmen des Projektes sind ebenfalls Besuche von Moscheen, Kirchen und Synagogen geplant.