Ärger um rauchende Patienten vor Herner Krankenhaus

Regelmäßig sammeln sich Raucher in den Eingangsbereichen der Krankenhäuser, wie hier am Evangelischen Krankenhaus an der Wiescherstraße in Herne.
Regelmäßig sammeln sich Raucher in den Eingangsbereichen der Krankenhäuser, wie hier am Evangelischen Krankenhaus an der Wiescherstraße in Herne.
Foto: FUNKE Foto Services
Vor dem Evangelischen Krankenhaus in Herne besteht Rauchverbot. Doch viele Qualmer halten sich nicht daran und gefährden damit Besucher und Patienten.

Herne.. Jeder, der schon einmal im Krankenhaus zu Besuch war, kennt das Bild: Vor dem Eingang stehen Patienten in Bademantel oder Jogginganzug, zum Teil neben sich den Infusionsständer – und haben eine Zigarette in der Hand. Aber auch Ärzte oder Krankenpfleger in weißen Kitteln sind dort schon mal rauchend zu sehen. Besucher, auch kleine Kinder, müssen sich erst einmal durch den Qualm kämpfen, um das Krankenhaus betreten zu können.

Das Bild scheint grotesk, denn Zigarettenqualm und Krankenhaus wollen nicht so recht zueinander passen. „Da wir als Krankenhaus eine Gesundheitseinrichtung sind, ist das Rauchen bei uns im Eingang nicht erwünscht“, sagt auch der Verwaltungsdirektor des Evangelischen Krankenhauses Herne, Werner Karnik. Obwohl Krankenhäuser schon lange rauchfrei sind, ist das Thema aus dem Umfeld der Einrichtungen jedoch noch nicht ganz verschwunden.

Das Evangelische Krankenhaus hat an seinen beiden Standorten, sowohl an der Wiescherstraße als auch an der Hordeler Straße, Raucherpavillons aufgebaut. Im Eingangsbereich hängen Verbotsschilder mit dem Hinweis „Ab hier rauchfreie Zone“. „Außerdem haben wir den Eingangsbereich raucherunfreundlich gestaltet“, sagt Karnik.

Entfernen von Sitzplätzen brachte keine Besserung

So wurden Sitzplätze aus diesem Bereich ein Stück weit verlagert. Dennoch ständen viele Raucher noch direkt im Eingangsbereich und obwohl dies nicht erwünscht sei, würden sich nicht alle danach richten. „Wir müssten ständig darauf hinweisen, und das können wir schon personaltechnisch gar nicht leisten“, so Karnik. Krankenhaus-Mitarbeiter würden im Eingangsbereich aber nicht qualmen. „Die rauchen dann irgendwo versteckt, so dass sie von der Öffentlichkeit nicht gesehen werden“, so der Verwaltungsdirektor.

Auch in den Krankenhäusern der St. Elisabeth Gruppe stünden für Mitarbeiter, Patienten und Besucher spezielle Pavillons bereit, wie das Unternehmen auf WAZ-Anfrage mitteilt. „Die Nutzung der Pavillons wird weitestgehend eingehalten“, sagt Theo Freitag, Geschäftsführer der St. Elisabeth Gruppe, zu dem unter anderem das Marienhospital am Hölkeskampring, das St. Marien Hospital Eickel sowie das St. Anna Hospital gehören. Auch dort gebe es aber immer wieder Patienten, die im Eingangsbereich der Krankenhäuser rauchen und damit andere Patienten direkt und indirekt belästigen, erklärte Freitag. Diese würden dann von den Mitarbeitern der Kliniken darauf hingewiesen, dass das Rauchen nur in den dafür vorgesehenen Pavillons erlaubt sei.

Soweit bekannt, würden Mitarbeiter nur in den ausgewiesenen Pavillons rauchen, heißt es bei der St. Elisabeth Gruppe.

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